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Rendsburg Einbahnstraße im Langenheisch vom Tisch
Lokales Rendsburg Einbahnstraße im Langenheisch vom Tisch
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11:18 09.03.2020
Von Frank Scheer
Marc Petersen, Initiativensprecher aus dem Langenheisch, übergab Bürgermeister Ronald Büssow im Herbst die Unterschriftensammlung im Beisein von Lehrer Mirko Delfs. Quelle: Frank Scheer
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Bordesholm

Viele Autos fahren zu schnell durch die Tempo 30-Zone. Das werde durch eine Einbahnstraße noch wesentlich schlimmer, weil die Fahrer mit keinem Gegenverkehr zu rechnen bräuchten, meinten die Anwohner, die zur Verkehrsausschusssitzung gekommen waren. Anlieger aus dem benachbarten Hohenheisch befürchteten sogar, dass viele Elterntaxis in ihrer Straße wenden würden, um ein paar Meter zu sparen. Das Amt hatte vorgeschlagen, die Einbahnstraße vom Lüttenheisch kommend hinter der ersten Zufahrt zum Hohenheisch beginnen zu lassen.

„Da quietscht es jeden Morgen“ 

Die Ausschussvorsitzende Carola Ketelhodt (Grüne) betonte, sie vernehme aber deutliche Signale der Bürger dagegen. Sowohl Norbert Baschke (CDU) als auch Joachim Schultze (SPD) befürchteten für die Kreuzung Lüttenheisch/Bahnhofstraße im Falle einer Einbahnstraße einen Kollaps. „Das es da noch nicht richtig geknallt hat, wundert mich sowieso. Da quietscht es jeden Morgen“, betonte Baschke. Er kritisierte, dass man wieder mal etwas unternehmen müssen, nur weil sich Menschen nicht an Regeln hielten. 

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Neue Alternativen schaffen 

Schultze schlug statt einer Einbahnstraße vor, mehr Alternativen für die zu Fuß laufenden und Rad fahrenden Schüler zu schaffen. Es sollten Gespräche über neue Verbindungen von der Bahnhofstraße geführt werden - konkret nannte er den Bereich Carls Biomarkt und die katholische Kirche. Torsten Pogge (UWB) sprach sich für die Ausweisung eines Elternparkplatzes an der Bahnhofstraße aus, an dem ihre Eltern ihre Schüler aus dem Auto lassen können und nicht direkt vor die Schule fahren. Projekttage, um Elterntaxis zu einzudämmen, seien angebracht. Das im Bereich Nortorf laufende Konzept „Kiss & Ride“ sei positiv, merkte Niklas Heesch (FDP) an

Prüfauftrag für Schwellen 

Zudem schlugen Anlieger und Ortspolitiker auch Schwellen für die Fahrbahn vor, damit Autos nicht so rasen. Ordnungsamtsleiter Sven Ingwersen riet bei dieser Idee vorerst nur zu einem Prüfauftrag. „Wir müssen das rechtlich prüfen. Lärm wird entstehen.“ Zudem müsse man vorab mit dem Betreiber der Schulbuslinie und den Entsorgern, wie der AWR, sprechen. Zwei Tempomessgeräte sollen aber für den Langenheisch umgehend angeschafft werden. 

Initiative schob Debatte im Herbst 2019 an

Marc Petersen, Sprecher der Anliegerinitiative, die Bürgermeister Ronald Büssow im Oktober eine Petition mit Unterschriften überreicht hatte, betonte: „Wichtig ist, dass etwas zur Entschärfung der teilweise chaotischen Zuständen getan wird.“ Dass es Befürworter und Gegner der Einbahnstraße gibt, sei von vornherein klar gewesen und damit sei man auch offen umgegangen. 

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