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Rendsburg Zoff wegen Rasenmahd
Lokales Rendsburg Zoff wegen Rasenmahd
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12:40 06.06.2019
Von Frank Scheer
Blühende Fläche an der Kreistraße bei Negenharrie - für viele Menschen ein toller Anblick: Horst und Bärbel Bloch aus Bordesholm ärgern sich darüber, dass der Grünstreifen auf dem Gelände der Versorgungsbetriebe in der Blühzeit abgemäht wurde. Da wuchs auch Klatschmohn und Klee. Quelle: Frank Scheer
Bordesholm

„Die Mahd hätte nicht sein müssen. Da hätte man zumindest die Blühzeit abwarten können“, kritisierten die Nachbarn Bärbel und Horst Bloch. Blühflächen sind in Bordesholm seit einiger Zeit ein Thema. Lia Brunke, Umweltschutztechnikerin des Amtes Bordesholm, berichtete, dass mit dem Imkerverein zwei Flächen im Ort angesät worden seien. Weitere Flächen sollen folgen.

Der Technische Betriebshof (TBH) lasse ausgewählte Flächen in Bordesholm auch wachsen. „Die Areale sind auch als Blühflächen in einem Konzept ausgewiesen“, teilte Amtsdirektor Heinrich Lembrecht mit. „Der Grünstreifen, um den es in der Bahnhofstraße geht, ist Eigentum des Versorgungsunternehmens. Und als Blühfläche ist das Stück nicht vorgesehen.“ Und warum soll das Unternehmen nicht wie jeder andere Eigentümer seinen Rasen alle zwei bis drei Wochen kürzen dürfen?

Nachbarn hätten von VBB Vorreiterolle erwartet

Das sehen die Blochs nicht so. Überall seien Artensterben und Maßnahmen für die gefährdeten Bienen im Gespräch. „Gerade von einem Versorgungsbetrieb, der sich so klimaneutral darstellt und regenerative Energien fördert, kann man etwas Fingerspitzengefühl und eine Vorreiterrolle erwarten“, so das Ehepaar Block. Die Gräser seien 20 bis 30 Zentimeter hoch gewesen, der Mohn habe so schön geblüht. Das Areal war voll mit Bienen.

Was sprach dagegen, die Mahd auf Spätsommer zu verlegen. Nun sieht es aus wie ein Zierrasen.“ Die neue Amtsdirektorin Anja Kühl, die im selben Haus wie die Blochs wohnt, sieht keinen Grund für diesen Nachbarschaftsstreit. „So blühend wie es dargestellt wird, war die Fläche nicht.“

Betrieb will sich nicht für Rasenpflege rechtfertigen müssen

VBB-Geschäftsführer Frank Günther bestätigte den Streit. „Ich muss auch die Außendarstellung des Betriebs im Auge haben. Es handelt sich um Kundenparkplätze an dem Streifen, und nicht alle von denen mögen lange Gräser. Es kann zudem nicht sein, dass ich mich für die Grundstückspflege rechtfertigen muss.“

Und auch er, da können sich die Nachbarn gewiss sein, habe den Klimaschutz im Auge. Beispielsweise sei er komplett gegen die Verkieselung öffentlicher Grünflächen, womit der TBH vor Wochen begonnen habe und das zu einem öffentlichen Aufschrei gesorgt habe.

Der Umweltausschuss wird sich am Donnerstag, 6. Juni, ab 18.30 Uhr mit den öffentlichen Grünflächen befassen. Die Vorsitzende Carola Ketelhodt (Grüne) will ein verbindliches Konzept für öffentliche Flächen erreichen. Und die VBB gehören ja letztlich auch zu 100 Prozent der Gemeinde.

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