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Rendsburg FDP, CDU und UWM sind nicht klimaneutral
Lokales Rendsburg FDP, CDU und UWM sind nicht klimaneutral
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19:47 06.11.2019
Von Sorka Eixmann
SPD-Sprecher Thiemo Lüeße ärgert sich, dass ein gemeinsamer Antrag von SPD und Grünen zu Klimaneutralität der Gemeinde Molfsee von den anderen Parteien nicht angenommen wurde. Quelle: G. Meyer
Molfsee

"Es war schon erstaunlich, dass beide gemeinsamen Anträge von SPD und Grüne abgelehnt wurden", erinnert sich Lüeße. Nach dem zunächst gescheiterten Antrag der beiden Fraktionen zur Überarbeitung der Geschäftsordnung der Gemeindevertretung wurde der Antrag behandelt, der die Gemeinde Molfsee bis zum Jahr 2050 verpflichten sollte, klimaneutral zu sein.

"Wir waren sicher, dass es sich dabei um einen Selbstgänger handeln würde", so Lüeße weiter. Der Inhalt: Die Gemeinde Molfsee soll sich zum Ziel setzen, bis 2050 klimaneutral zu sein. Dies hätte Folgen für die energetische Bewirtschaftung der gemeindeeigenen Liegenschaften, etwa der Sporthalle am Bärenkrug, oder der Anschaffung neuer Dienstfahrzeuge, zum Beispiel für den Bauhof oder die Feuerwehr.

"Aber auch beim Neubau von Gebäuden oder der Sanierung von Bestandgebäuden der Gemeinde wie der Schule ist ein Umdenken erforderlich. Damit sich die Gemeinde beim Thema Klimaneutraliltät auf den Weg macht, sollte die Bürgermeisterin beauftragt werden, einen Fahrplan für ein Klimaschutzkonzept vorzulegen, damit Molfsee vorankommt", erklärt der SPD-Sprecher weiter.

Grünen-Specherin Nicole Lorentzen hatte den Antrag eingebracht, mit den Stimmen von CDU, FDP und UWM wurde er dann deutlich abgelehnt. Dazu nahm Michael A. Dirks, CDU-Fraktionsvorsitzender Stellung: "Der Antrag war uns schlicht zu nebulös formuliert. Wir sind natürlich Befürworter für das Thema Klimaneutralität, aber wir möchten konkrete Maßnahmen und nicht nur Anträge", betonte Dirks. Unterstützt werde von der CDU beispielsweise der Beitritt der Gemeinde zur Klimaschutzagentur des Kreises Rendsburg-Eckernförde, auch befürworte man zusätzliche Einstellungen im Bereich Bauamt. "Dort ist das Thema Klimaschutz häufig im Tief- und Hochbau zu finden, dort müssen genügend Kräfte zur Verfügung stehen", betonte Dirks.

Ähnlich argumentiert UWM-Sprecher Manfred Kieckbusch. "Es ging aus unserer Sicht eher um Effekthascherei, es wurde nicht einmal beschrieben, was gemacht werden soll oder erklärt, wie die Umsetzung aussehen könnte." Daher habe man nicht für den Antrag voten können, so Kieckbusch weiter.

Klimaneutralität steht auf der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag, 7. November, 19 Uhr, zwar nicht auf der Tagesordnung, aber ein Antrag der UWM auf "fahrradfreundliche Gemeinde" - auch das hat mit dem Klima zu tun.

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