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Rendsburg Baupläne in Molfsee machen Angst
Lokales Rendsburg Baupläne in Molfsee machen Angst
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17:16 21.03.2018
Oliver Dreier (links) und seine Nachbarn aus dem Eiderwiesenweg und dem Stuthagen hatten sich ursprünglich auf die Bebauung in dem Bereich gefreut. Nach der Erhöhung der Wohneinheiten auf fast 70 und der Planung einer Tiefgarage sehen sie skeptisch in die Zukunft. Quelle: Sorka Eixmann
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Molfsee

 „Wir hatten überhaupt kein Problem mit den ersten Entwürfen“, sagt Dreier und seine Nachbarn aus dem Eiderwiesenweg und dem Stuthagen nicken zustimmend. Die Gemeinde Molfsee hatte beschlossen, auf der Fläche gegenüber dem Catharinenberg Wohnbebauung zuzulassen.

„In dem Entwurf waren Einfamilienhäuser, das sah alles gut aus“, erinnert Dierk Pelny. Genau wie seine Nachbarn Viola Lang und Andreas Gürtler freute er sich über die positive, optische Entwicklung der großen Fläche direkt an der Straße. Doch dann der Schreck: „Irgendwann hat der Investor offenbar nachgebessert. Nun haben wir eine Planung, in der sich fast 70 Wohneinheiten befinden. Alle Häuser sind mehrgeschossig und mehr als zehn Meter hoch. Das ist entsetzlich“, sagt Charlotte Lentz und zeigt auf ihren Garten.

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Der Grund ist deutlich sichtbar, wenn man in Richtung Baugebiet schaut: „Eine Bebauung mit einem mehrgeschossigen Haus direkt an der Grenze zu unseren Grundstücken bedeutet: Es bleibt bei uns dunkel, die Sonne wird es nicht über so ein großes Haus schaffen“, befürchten die Anwohner.

Auch die geplante Tiefgarage macht ihnen Sorgen. „130 Stellplätze sind in dem Planungsentwurf. Wie sollen denn so viele Fahrzeuge in dieser schmalen Straßen rein- und rausfahren? Das gibt doch ein Verkehrschaos“, befürchtet Dreier.

Gerd Haase und Silke Bär wohnen im Stuthagen, auch sie sind besorgt. „Wir haben auf ein verträgliches Maß der Bebauung gehofft. Das sieht nun anders aus“, erklären sie betroffen. Beide hoffen darauf, dass sich die Kommunalpolitiker der Gemeinde mit ihren Befürchtungen und Ängsten auseinandersetzten. „Wir haben bereits erste Gespräche geführt.“

Fest steht: „Es ist nichts in Stein gemeißelt. Wir sind jetzt beim Entwurfs- und Auslegungsbeschluss, noch kann diskutiert und geändert werden“, betont Bauausschussvorsitzender und CDU-Sprecher Hans Cordts.

Von Sorka Eixmann

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