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Rendsburg Einbruchsserie verunsichert Flintbeker
Lokales Rendsburg Einbruchsserie verunsichert Flintbeker
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19:00 21.02.2017
Von Sorka Eixmann
Die Flintbeker Anwohner aus den Bereichen Immenhagen und Hasselbusch sind verunsichert und auch verärgert. Einbrüche und Einbruchsversuche machen ihnen das Leben schwer. Quelle: Sorka Eixmann
Flintbek

In den sozialen Netzwerken ist davon zu lesen, nur von offizieller Polizeiseite ist kaum etwas zu hören. Und genau das ärgert die Anwohner. Dazu gehört auch Jörg Molkenthien aus der Straße Immenhagen. „Da ich mit dem Hund viel unterwegs bin, höre ich auch viel und daher weiß ich von den Einbrüchen und den Einbruchsversuchen. Aber gelesen habe ich noch nichts Offizielles“, ärgert sich Molkenthien, der selbst bislang verschont geblieben ist. Ein Grund kann sein, dass es einen Vierbeiner im Hause Molkenthien gibt. Dennoch sind er und seine Frau wachsam. „Wenn uns bei der abendlichen Runde mit dem Hund etwas auffällt, melden wir es. Aber bislang ist dabei nichts herausgekommen.“

"Was bleibt, ist ein ungutes Gefühl"

Anders sieht es bei Wolfgang Delfs aus. „Bei uns waren sie bereits Anfang Oktober im Hasselbusch leider erfolgreich. Das waren Profis, die waren schnell drin, haben schnell etwas gefunden und waren ebenso schnell weg.“ Was bleibt, ist ein ungutes Gefühl. „Wenn ich beruflich verreise, ist meine Frau nervös.“ Inzwischen hat das Ehepaar mehr als 7000 Euro für eine Alarmanlage und weitere Einbruchssicherungen investiert. Auch bei Dietmar Lüneberg im Immenhagen 57 gab es einen Einbruchsversuch, aber: „Die Täter wurden offenbar gestört, wir hatten Glück.“ Nicht so viel Glück hatte die Nachbarin aus der Hausnummer 22. „Wir waren im Urlaub, unsere Nachbarn haben den Einbruch am nächsten Tag bemerkt und gemeldet. „Alles, was gut und teuer war, ist verschwunden“, erinnert sich Ursula Schwarz. Seit dem Tag ist sie aufmerksam. „Wenn fremde Autos hier stehen, ruft man die Polizei oder geht hin. Neulich waren es Kripobeamte in Zivil.“

Was die Anwohner besonders stört: „Aus allen anderen Städten wird über Einbrüche berichtet. Nur über Flintbek hört und liest man nichts. Warum geht die Polizei mit den Einbruchsmeldungen nicht an die Öffentlichkeit? Nicht jeder ist Mitglied bei Facebook und kann sich so informieren.“ Besonders auffällig war für Molkenthien dagegen die Berichterstattung in Kiel, wo unter anderem mit dem Einsatz eines Hubschraubers auch Tatverdächtige gefasst wurden. „Wieso wird das hier im ländlichen Bereich nicht häufiger gemacht?“, wundert sich Molkenthien.

Hubschrauber auch im ländlichen Raum möglich

Diese Frage stellten wir Polizeipressesprecher Finn-Ole Henning. „Die Entscheidung, welche angezeigten Sachverhalte der Öffentlichkeit mitgeteilt werden, orientiert sich nicht nur an der Frage der Aktualität, sondern aus polizeilicher Sicht maßgeblich an der Frage der ermittlungstaktischen Gesichtspunkte. Eine proaktive Informationspflicht ergibt sich für die Polizei nicht“, so Henning. Desweiteren beinhalte die Präventionsarbeit der Landespolizei in Sachen Wohnungseinbruch maßgeblich eine Information der Öffentlichkeit, unabhängig von konkreten Sachverhalten, erklärte Henning weiter.

Auch in Sachen Hubschrauber hatte Henning eine Antwort: „Das Einsatzmittel Hubschrauber steht auch für den ländlichen Raum zur Verfügung. Der Einsatz wird im Einzelfall durch den jeweiligen Einsatzleiter entschieden. In den Entscheidungsprozess fließen diverse Faktoren ein. Der jeweilige Einsatzleiter prüft vor der Anforderung, ob der Einsatz des Hubschraubers zielführend ist oder nicht und wägt dementsprechend ab“, so der Pressesprecher. Dabei sei der Zeitfaktor wichtig: „Liegt die Tat erst kurze Zeit zurück oder wurden die Täter noch flüchtend angetroffen, ist der Einsatz des Hubschraubers eher wahrscheinlich. Von dem Einsatz wird im Gegensatz dazu eher abgesehen, wenn der Tatzeitraum schwer oder gar nicht eingrenzbar.“

"Wir fühlen uns nicht sicher"

Alle Antworten sind korrekt, aber sie reichen Jörg Molkenthien und seinen Nachbarn nicht aus. „Wir fühlen uns nicht sicher, und wir haben kein Verständnis für diese Geheimniskrämerei.“ Die Bürger bleiben wachsam, aber auch mit einem unguten Gefühl in ihren Häusern zurück und hoffen, dass sich mit der hellen Jahreszeit die Anzahl der Einbrüche verringert.

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