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Rendsburg Arbeitsagentur-Inkasso zieht ins alte Telekom-Gebäude
Lokales Rendsburg Arbeitsagentur-Inkasso zieht ins alte Telekom-Gebäude
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16:35 30.07.2015
Von Torsten Müller
Die Bundesagentur für Arbeit zieht im Oktober als Mieter in das ehemalige Telekom-Gebäude am Posthorn in Kronshagen ein. Quelle: Torsten Müller
Kronshagen

Kronshagen. Es kommt wieder Leben ins ehemalige Telekom-Gebäude in Kronshagen. Einen Großteil der Räume nutzt ab Oktober die Bundesagentur für Arbeit. Sie wird in der Straße Am Posthorn 1-3 auf zwei Stockwerken mit insgesamt 2700 Quadratmetern Bürofläche ihren bundesweiten Inkassoservice betreiben. Das bestätigte Agentursprecher Thomas Bohse dieser Zeitung.

 Kronshagen wird deutschlandweit der dritte Standort neben Hannover und Halle. Wie bereits im Juni berichtet, expandiert das bisher in Kiel angesiedelte Pilotprojekt um 70 auf insgesamt 120 Stellen mit etwa 150 Teilzeitbeschäftigten. Dafür hat die Bundesagentur Räume in dem Kronshagener Gebäude angemietet, das 1991 von der Deutschen Bundespost errichtet wurde. Lange Jahre war dort das Callcenter der Telekom-Tochter T-Online untergebracht. Es bescherte der Gemeinde vorübergehend einen Millionen-Segen an Gewerbesteuer.

 Das monetäre Glück wird sich mit der Bundesagentur nicht wiederholen, aber auch bei ihr geht es um viel Geld. Die Mitarbeiter sollen zu viel Gezahltes telefonisch eintreiben: Milliarden Euro an Arbeitslosengeld, Hartz-IV-Leistungen und Kindergeld. „Wir wollen den Kunden entgegenkommen, sie direkt ansprechen und Hilfe anbieten“, betont Bohse.

 Im Frühjahr hatte sich die Gemeinde noch Hoffnungen gemacht, in dem Gebäude zusammen mit der Stadt Kiel Flüchtlinge unterbringen zu können. Es wurde jedoch von einer Luxemburger Objektgesellschaft an die Kieler VSG im Speckenbecker Weg verkauft. Diese GmbH gehört der Firma Recreativo for you mit Sitz im spanischen Malaga. Das Mietverhältnis vermittelte Michael Jürß, Geschäftsführer der Kieler Laren Consulting. Auf Nachfrage kündigte er an, dass er in Verhandlungen mit einem weiteren Nutzer stehe, „der adäquat zur Gemeinde Kronshagen passt“.

Um die Vergabepraxis des Kreises Rendsburg-Eckernförde bei Fördermitteln ist ein Streit entbrannt. Anlass bietet die Investitionsförderung für den Umbau- und die Erweiterung von Kindertagesstätten. Zahlreiche Gemeinden, darunter Kronshagen, Achterwehr, Felde, Bredenbek und Ottendorf, haben jetzt einen negativen Bescheid aus Rendsburg erhalten, obwohl Bedarf vorhanden ist und Anträge früh gestellt wurden.

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