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Rendsburg Architekt stellt ersten Entwurf vor
Lokales Rendsburg Architekt stellt ersten Entwurf vor
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06:00 16.08.2019
Von Florian Sötje
Das noch bestehende Gebäude der Amtsverwaltung in Achterwehr im Rücken, den Neubau in Felde im Kopf: Architekt Hauke Mengel plant das künftige Amtsdomizil. Quelle: Florian Sötje
Achterwehr/Felde

"Wir befinden uns noch in einem sehr frühen Stadium der Planung", sagte Hauke Mengel im Bau- und Finanzausschuss des Amtes Achterwehr. Bisher ginge es eher um städtebauliche Fragen, nicht so sehr um Details. Man sei noch in der Diskussion und dabei, Anregungen aufzunehmen, sagte der Architekt. Der Baubeginn ist für Sommer 2020, der Umzug der Verwaltung 2021 geplant.

Nach seinem ersten Entwurf soll das Gelände der neuen Amtsverwaltung über zwei Zufahrten zu erreichen sein. Zudem soll ein direkter Zugang zum angrenzenden Edeka-Markt bestehen. Am Amtsgebäude seien bis zu 60 Stellplätze gewünscht, sagte Mengel. "Das ist gar nicht so einfach, weil nicht allzu viel Platz vorhanden ist."

Zieht die Polizei in den Neubau ein?

Im Erdgeschoss sollen nach dem ersten Entwurf neben einem Foyer die Bürgerdienste mit Wartebereichen entstehen. In der nordwestlichen Ecke des Gebäudes wäre Platz für Sitzungssaal und Trauzimmer. Und auch für die Polizei ist ein Bereich im Erdgeschoss mit direkter Anbindung zur Straße geplant - wenn die Polizeistation des Amtes vom alten ins neue Amtsgebäude mit umzieht.

Das sei der Wunsch aller Beteiligten, sagte Amtsdirektor Joachim Brand nach der Sitzung. "Dass die Polizei in das neue Gebäude einzieht, ist noch nicht klar", ergänzte Brand. Das hänge unter anderem von den Baukosten und vom Mietvertrag, der über die GMSH, Gebäudemanagement Schleswig-Holstein, laufe, ab. "Natürlich besteht seitens der Gemeinde Felde und des Amtes ein hohes Interesse daran, dass wir die Polizei hier bei uns halten", sagte der Amtsdirektor.

Platz für Kulturgut des Amtes wird geschaffen

Klar hingegen ist, dass Platz für das kulturelle Erbe des Amtes im Neubau vorgehalten wird. So soll dort ein entsprechendes Archiv geschaffen werden. Während sich in der Vergangenheit engagierte Ortschronisten privat um die Bewahrung von Kulturgütern gekümmert haben, soll zu diesem Zweck nun ein Verein gegründet werden, dem neben den Chronisten auch die Gemeinden des Amtes beitreten können.

Funktionalität wichtiger als Nachhaltigkeit

In der öffentlichen Sitzung kam auch die Frage nach der Nachhaltigkeit des Baus auf. Natürlich wolle man ökologisch so gut wie möglich bauen, sagte Brand. "Zunächst muss der Bau aber als Verwaltungsgebäude für die Bürger funktionieren", sagte der Amtsdirektor. Alles weitere sei auch eine Kostenfrage.

Erweiterung und Nutzung für Veranstaltungen möglich

Eine Erweiterung des Gebäudes sei im Laufe der Zeit möglich, sagte Architekt Hauke Mengel. "Da muss man flexibel sein", sagte er. Gleiches gilt für die Nutzung des Gebäudes. So schwebt Amtsdirektor Brand nicht nur ein Bau für die Verwaltung, sondern auch für die Dorfgemeinschaft vor. So könnten Räume trotz geschlossener Behörde für abendliche Veranstaltungen genutzt werden.

Felder Bürger werden über Planung informiert

Amtsverwaltung und Architekt wollen die Neubau-Pläne in absehbarer Zeit auch den Bürgern in Felde im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung vorstellen. Da das Amt Achterwehr der Bauherr ist, haben die Felder bei den Planungen allerdings kein Mitspracherecht.

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