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Rendsburg Reges Interesse an geplanten Wohnungen
Lokales Rendsburg Reges Interesse an geplanten Wohnungen
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11:42 04.02.2020
Von Florian Sötje
120 neue Wohnungen sollen auf dem Areal von Klemms Gartenmarkt entstehen. Die NGEG plant einen Wohnpark für Senioren. Quelle: Sven Janssen
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Kronshagen

171 Namen stehen derzeit auf der Reservierungsliste für den geplanten Wohnpark für Ältere auf der Fläche am Suchsdorfer Weg. Das gab Niels Bunzen, Geschäftsführender Gesellschafter der NGEG (Norddeutsche Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH) im Kronshagener Bauausschuss bekannt. Die NGEG ist im Besitz der 23.000 Quadratmeter großen Fläche, auf der nach aktuellem Stand 120 Wohneinheiten entstehen sollen. Geplant sind geförderte und frei finanzierte Miet- und Eigentumswohnungen.

„Wir wollen eine breite Palette anbieten“, sagte Bunzen, der damit rechnet, dass sich das B-Plan-Verfahren über das Jahr hinziehen wird. Somit bleibt Klemms Gartenmarkt seinen Kunden dieses Jahr noch erhalten. Fridolin Klemm hatte angekündigt, das Geschäft bis Ende 2020 fortführen zu wollen.

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Investor geht bei Planung auf Belange der Anwohner ein

Investor Bunzen hatte im vergangenen Mai drei Entwürfe vorgestellt. Im Juni war der Aufstellungsbeschluss gefasst worden. Derzeit werde an einem neuen visualisierten Entwurf gearbeitet, sagte Bunzen, der im Bauausschuss einen aktuellen Lageplan vorstellte. Darin sei man auf die Wünsche der Anwohner, von denen einige in der Sitzung anwesend waren, eingegangen. Gespräche mit den Anliegern habe man im vergangenen Oktober geführt, sagte Bunzen. Die Abstände zu den angrenzenden Gebäuden habe man teilweise vergrößert, die verbleibende Parkanlage wolle man erhalten und selbst mit Bäumen nachverdichten. 

Bei den Wohnungen sollen zuerst Kronshagener bedacht werden

Das Zentralgebäude mit öffentlich zugänglichem Restaurant sowie Wohngruppen und Tagespflege soll direkt am Zugang über den Suchsdorfer Weg entstehen. In der darunter liegenden Tiefgarage sind mehr als 200 Stellplätze vorgesehen. Über Mietpreise oder Kaufpreise und den Anteil an gefördertem Wohnraum könne man noch keine seriöse Aussage machen, sagte Bunzen. „Wir wollen aber unsere Zusage erhalten, dass wir zuerst Kronshagener ansprechen“, sagte er. 

SPD erneuert Kritik, UKW und CDU weisen diese zurück

Die SPD erneuerte in der Sitzung ihre Kritik am Konzept, den Wohnraum für ältere Bürger anzubieten. Trotz der Rücksicht auf die Belange der Anwohner, könne er das Vorhaben nicht begrüßen, sagte Robert Schall (SPD). „Neue Quartierskonzepte setzten auf Durchmischung“, sagte Schall. Die Gemeinde werde immer älter, und diese Fehlentwicklung werde durch die Planung begünstigt. „Wenn wir die Möglichkeit haben, dieser Fehlentwicklung entgegenzuwirken, ist das unsere Pflicht“, sagte Schall in Richtung der übrigen Ausschussmitglieder.

Eine Vermischung sei durch die Vererbung von Wohnungen im Verlauf der Zeit möglich, entgegnete Renate Graetsch (UKW). Daniel Kiewitz (CDU) argumentierte, man habe zuletzt sozialen Wohnungsraum für Jüngere geschaffen. Nun müssen man die Älteren ins Auge fassen. „Wir haben viele ältere Kronshagener, die ihr Haus nicht mehr bewirtschaften können. Ihnen sollten wir die Chance geben, in Kronshagen zu bleiben“, sagte Kiewitz.

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