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Rendsburg Einsatzkräfte proben in Kronshagen
Lokales Rendsburg Einsatzkräfte proben in Kronshagen
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19:00 16.05.2019
Von Florian Sötje
Bei der Ausbildungsübung für Einsatzkräfte auf dem Gelände des Bundeswehrkrankenhauses in Kronshagen hatten die Rettungskräfte allerhand zu tun. Quelle: Florian Sötje
Kronshagen

Um für den Ernstfall gut gerüstet zu sein, trainieren Einsatzkräfte im Rahmen ihrer Ausbildung ziemlich realistische Fälle. Wie realistisch, das wurde am Donnerstagnachmittag in der Kaserne der Bundeswehr in Kronshagen deutlich. Das dortige Szenario bildete den Höhepunkt des Übungstages für zwölf Auszubildende der Hilfsorganisationen ASB, DRK und Johanniter sowie etwa 30 Polizeischüler der Landespolizei Schleswig-Holstein.

Etwa 40 Darsteller, vorher geschminkt und mit verschiedenen Verletzungen versehen, lieferten sich eine zwar hieblose, aber doch aufgeheizte Schlägerei. "Wir sollten ordentlich pöbeln und Unruhe machen", sagte Lara Schmidt, die wie Pia Finger ein FSJ bei den Johannitern absolviert. Beide gehörten zu den Darstellern, die vorher die Situation geschildert bekamen.

Einsatzkräfte waren über den Tag verteilt bei Szenarien gefordert

"Ich habe schon bei den anderen Szenarien mitgemacht. Es macht Spaß, und man kommt schnell in die Rolle rein", sagte Statistin Annika Saleh. Am Vormittag standen in Kiel bereits kleinere Einsatzübungen für die Auszubildenden auf dem Plan. So mussten sie in einem Kleingarten in Projensdorf mehreren Jugendlichen zu Hilfe eilen, die nach einer durchzechten Nacht eine Kohlenmonoxidvergiftung durch einen noch glühenden Grill in der Gartenlaube erlitten hatten.

„Zudem hatten wir einen inszenierten Raubüberfall im Citti-Park, häusliche Gewalt unter Drogeneinfluss, einen Fahrradunfall mit Unfallflucht und einen gewaltsamen Übergriff auf zwei Obdachlose im Schrevenpark auf dem Übungsplan“, sagte Ralf Müller von der Lehrrettungswache der Kieler Johanniter.

Die Ausgangslage für das "verschärfte Training" soll so realistisch wie möglich sein

Unterstützung für die Auszubildenden gab es beim Szenario in der Bundeswehrkaserne in Kronshagen von der Freiwilligen Feuerwehr Kronshagen, 15 Streifenwagen, fünf Rettungswagen sowie einem kompletten Löschzug. "Die Polizisten fuhren mit Fahrzeugen im Realdienst und wurden dann zu den Einsätzen gerufen. Die Rettungskräfte kannten den Termin der Übung, aber das Szenario nicht", berichtete Müller die Ausgangslage für das "verschärfte Training".

Die Planung für diesen seit einigen Jahren bestehenden Übungstag beginnt bereits Anfang des Jahres. "Es wurde nun von Jahr zu Jahr größer. Deshalb sind wir dankbar, dass uns die Bundeswehr hier das Gelände zur Verfügung gestellt hat", sagte Müller.

Ein Dutzend Leicht- und vier Schwerverletzte mussten versorgt werden

Insgesamt müssen die Einsatzkräfte ein Dutzend Leichtverletzte sowie vier Schwerverletzte versorgen. Bei einem zweiten Szenario kommen Atemschutzgeräte zum Einsatz. Der simulierte Verdacht: Gas strömt aus. Am Ende der Übung nehmen die Polizeischüler sogar noch die Personalien der Rauflustigen auf - wie in der Realität.

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Das Szenario mit einer Schlägerei aus knapp 40 Beteiligten im Bundeswehrkrankenhaus in Kronshagen bildete den Höhepunkt des Übungstages für auszubildende Einsatzkräfte.
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