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Rendsburg Wer kommt nach Rahbari?
Lokales Rendsburg Wer kommt nach Rahbari?
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12:07 14.05.2019
Die Firma Rahbari geht - und soll verkauft werden. Interessent ist offenbar die Firma Krebs aus Neumünster. Quelle: Sorka Eixmann
Blumenthal

Einwohnerversammlung sind zur Erörterung wichtiger Angelegenheiten“, betonte Blumenthals Bürgermeister Johann Brunkhorst (AWB) bei der Begrüßung der rund 60 Interessierten, die sich im Dorfgemeinschaftshaus zusammengefunden hatten. Dabei wollte Brunkhorst nichts dem Zufall überlassen: Er hatte Moderatorin Frauke Reese aus Twedt mit ins Boot geholt, die die Meinungen der Bürger „einfangen“ wollte.

Reeses Idee: „Wir bilden drei Gruppen, die sich zu den unterschiedlichen Themen an den einzelnen Tischen äußern. Am Ende habe wir dann ein umfangreiches Meinungsbild zum Thema Gewerbe.“ Das war der Plan - doch damit konnte sie sich nicht durchsetzen, denn irgendwie kam es nicht mehr zur Gruppenbildung, weil die Diskussion per Eigendynamik in eine andere Richtung lief.

Doch der Reihe nach: „Es ist schön, eine eigene Autobahnzufahrt zu haben, ebenso kann sich unser Internet sehen lassen, dennoch ist die Zahl der Gewerbetreibenden in unserer Gemeinde eher überschaubar“, erklärte Brunkhorst. Allerdings sei die Ansiedlung von großem Gewerbe auch durch die Landesplanung nicht gewollt. „Man will keine Konkurrenz zwischen den Gemeinden um Gewerbegebiete“, betonte er. Vorteile seien der Gewinn von Arbeitsplätzen und die Einnahme von Gewerbesteuern, Nachteile vielleicht die Zerstörung der Idylle, so der Bürgermeister weiter. „Das Thema wollen wir in der Gemeindevertretung anfassen, dafür wollen wir ihre Meinung hören.“

Zuhörer waren einen Schritt weiter

Doch im Publikum war man schon einen Schritt weiter: „Wir haben doch Gerüchte gehört, dass die Firma Krebs aus Neumünster Nachfolger auf dem Grundstück Rahbari wird. Was ist dran?, wollte eine Bürgerin wissen. Obwohl Brunkhorst betonte, dass das Thema Ansiedlung Krebs noch kein Thema für die Öffentlichkeit sei, hakten die Bürger nach: „Wenn Krebs kommt, dann müssen wir mit Schadstoffen und Lärm rechnen“, gab Kirsten Körner zu bedenken. Auch Jörg Sorgenfrei merkte an, dass der LKW-Verkehr zunehmen könne.

Und dann meldete sich Familie Rahbari selbst zu Wort. Firmeninhaber Mohammad Rahbari war mit Tochter Nadja vor Ort, der 77-Jährige versicherte: „Ich habe über 40 Jahre meine Firma aufgebaut und möchte sie in gute Hände geben. Genau ist ist die Firma Krebs.“ Auf dem rund 7000 Quadratmeter großen Grundstück solle keine Deponie entstehen, auch Lärm werde es nicht geben“, betonte auch Nadja Rahbari. Die Firma Krebs habe bereits Bodenproben genommen, von allen Interessenten sei es die seriöseste gewesen. „Ich möchte mein Lebenswerk in gute Hände geben“, so Rahbari. „Diese Firma ist eine Bereicherung für Blumenthal“, fügte er noch hinzu. Für seine Aussagen gab es Applaus.

Und für Brunkhorst blieb nur: „Eigentlich war es anders geplant, aber nun ist von Seiten der Familie Rahbari offen über Gerüchte gesprochen worden. Wir kennen nun die Sorgen der Bürger, und es wird eine Infoveranstaltung mit der Firma Krebs geben“, versprach Brunkhorst.

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Von Sorka Eixmann

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