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Rendsburg Orientierungshilfe für die Retter
Lokales Rendsburg Orientierungshilfe für die Retter
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16:35 26.06.2019
Von Beate König
Jutta Kock vom Seniorenrat brachte bei der Bürgerwerkstatt das Thema "Nummerierung von Bänken im Stadtgebiet", damit sich Retter orientieren können, ins Gespräch. Quelle: Beate König
Nortorf

 

Seniorenratsvorsitzende Jutta Kock hatte den Punkt „Bänke nummerieren“ bei der Ideensammlung für die Entwicklung des Ortskerns vorgeschlagen. „Der Seniorenrat wollte schon 2014 mit der Nummerierung beginnen, allerdings fehlte uns damals die Kraft“, berichtete Jutta Kock bei der Bürgerwerkstatt.

Durch eine Nummerierung aller Bänke in der Stadt werde es bei einem Notruf leichter, die genaue Position anzugeben. Rettungskräfte könnten anhand einer Karte mit einem Bankkataster genau den Standort des Anrufers, der einen Notfall meldet, verorten. Bankkataster gibt unter anderem in Bordesholm und Molfsee.

Anlass für die Nummerierung war ein Notfall

Anlass für die Nummerierung war für den Seniorenrat ein Notfall im Stadtpark. Das Rettungsteam, das in den Park gerufen wurde, fragte zuerst beim darin gelegenen Tennisheim nach, ob der Notfall dort bekannt sei. Ohne Erfolg. Sie mussten das 2,3 Hektar große Gelände absuchen: Zeit, die mit einer Nummer auf einer Parkbank als Orientierungshilfe hätte gespart werden können.

Bürger und CDU-Mitglied Peter Gebhard, der bei der Bürgerwerkstatt die Erklärung von Jutta Kock gehört hatte, wollte die Idee sofort umsetzen. Der Geschäftsmann bot an, die ersten 100 Schilder zu finanzieren. In einer Nortorf-Gruppe im sozialen Medium Facebook warb er sofort Teilnehmer für ein Team, das jede Straße der Stadt ablaufen sollte. Auf einer Übersichtskarte des Internetportals Google sollten Bank-Standorte verzeichnet und die Karte den Rettungskräften zugänglich gemacht werden, war sein Plan.

Verfahren in den Gremien der Selbstverwaltung

Als bekannt wurde, dass die SPD im Ausschuss für Bauwesen und Umwelt bereits im Januar dieses Jahres einen Antrag auf das Einrichten von sogenannten „Rettungspunkten“ gestellt hatte, stoppte Peter Gebhard seine private Initiative. Jetzt läuft das Verfahren in den Gremien der Selbstverwaltung weiter.

Die SPD hatte im Januar vorgeschlagen, auf Wanderwegen, abgelegenen Plätzen wie dem Potsdamer Platz und im Hochzeitswald, „Rettungspunkte“ mit Schildern auszuweisen, die zu einem 2013 gestarteten Projekt des Vereins Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) gehören. Die Standorte der weißen Schilder mit dem grünen Punkt und einer Kennung aus Buchstaben und Zahlen sind auf einer im Internet öffentlich zugänglichen Karte verzeichnet. Sie ermöglichen Ortsunkundigen die konkrete Verortung. Für Rettungskräfte bietet die Internetseite Anfahrtsbeschreibungen.

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