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Rendsburg So läuft die Erneuerung der Bahnsteige
Lokales Rendsburg So läuft die Erneuerung der Bahnsteige
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08:45 02.09.2019
Von Sorka Eixmann
Der Zwei-Wege-Bagger fährt auf den Gleisen und nur so können die schweren Fundamente an den Bahnsteig transportiert werden. Quelle: Sorka Eixmann
Flintbek

Wochenende? Von wegen: Die Bauarbeiten am Bahnhof in Flintbek ruhen weder am Sonnabend noch am Sonntag und schon gar nicht in der Nacht: Die Erneuerung der Bahnsteige läuft auf Hochtouren, auch gestern wuseln die Arbeiter der Firma Peter Gross am zweiten Bahnsteig herum. Der erste im Bereich Müllershörn ist bereits seit dem Juli fertig.

Doch nicht nur die Bauarbeiter haben kein Wochenende, auch Projektleiterin Melanie Getter und Jan Gutsdorf vom Ingenieurbüro BDS Bahndienstleistung sind Sonntagnachmittag vor Ort. Gerade ist Schichtwechsel, neue Bauarbeiter kommen an. Sie steigen am Parkplatz Lassenweg aus, werfen sich ihre Sicherheitswesten über und marschieren über die große Rampe auf ihre Baustelle. "Auf Arbeitssicherheit legen wir großen Wert, ebenso auf die Einhaltung der Arbeits- und Pausenzeiten", betont Gutsdorf. Er reist mindestens zwei Mal die Woche aus Hamburg an, um sich über den Baufortschritt und die Arbeiten ein Bild zu machen, aber: "Zwei meiner Kollegen sind ständig vor Ort."

Soviel investiert die Bahn

Die Bahn investiert viel: Auf rund 2,5 Millionen Euro werden die Kosten der Maßnahme geschätzt, dann sind die jeweils 210 Meter langen Bahnsteige barrierefrei ausgebaut und komplett erneuert.

Flintbek wartet schon länger auf barrierefreie Bahnsteige

Das Projekt wurde in Flintbek lange ersehnt. Immer wieder hat die Gemeinde Druck bei der Bahn gemacht, damit unter anderem die Bahnsteige barrierefrei werden. "Allerdings hat nicht nur die Bahn an sich Schuld, wenn sich solche Arbeiten verzögern, auch NahSH hat mehrfach die Definition der Aufgabenstellung geändert", erklärt Getter. Am Ende wurde sich für einen Neubau und gegen eine Instandsetzung entschieden, vieles musste vorher geplant werden. "Es werden nicht nur beide Bahnsteige barrierefrei werden, es sind auch neue Kabelführungen für die neuen Leuchten verlegt worden", sagt Getter. Im Übrigen werden alle Leuchten auf LED umgestellt. "Auch die Winkelstützwand wurde genauso wie die Entwässerung komplett neu gebaut."

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"Wir müssen Sperrzeiten beantragen, damit die Zwei-Wege-Bagger auf den Gleisen fahren können", erläutert Gutsdorf das Vorgehen. Denn ohne diese schweren Maschinen geht nichts. "Von Hand kann nur nachgearbeitet werden. Die einzelnen Fundamente sind tonnenschwer, und dafür braucht man die Bagger." Auch der Abriss der alten Fundamente ist mit großem Gerät vorgenommen worden. Bis Ende kommender Woche wird zusätzlich in der Nacht gearbeitet. "Dann sollte damit zunächst Schluss sein. Unser Ziel ist es, bis Ende September den Bereich verkehrssicher zu haben", betont Gutsdorf. Für die Restarbeiten habe man Anfang des Jahres weitere Sperrzeiten beantragt.

4000 Tonnen Erde für eine neue Rampe in Flintbek

Mitte Juli war der barrierefreie Ausbau am ersten Bahnsteig an der Straße Müllershörn fertig. Um am zweiten Bahnsteig im Bereich Lassenweg überhaupt arbeiten zu können, musste der Parkplatz dort gesperrt werden. Mit rund 4000 Tonnen Erde wurde eine Rampe errichtet, damit die Bagger auf die Gleise kommen. Nach der Maßnahme muss auch die Rampe wieder verschwinden. "Dort mussten wir mit den Bussen ausprobieren, ob sie dort wenden können trotz der Rampe" erinnert sich Getter.

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Seit Juli laufen die Arbeiten an den Bahnsteigen in Flintbek. Nicht nur tagsüber, sondern auch an den Wochenenden und in der Nacht, damit die Bahnsteige unter anderem barrierefrei werden.

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