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Rendsburg Bahnhof Rendsburg: Großbaustelle bis Ende 2020
Lokales Rendsburg Bahnhof Rendsburg: Großbaustelle bis Ende 2020
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18:53 09.02.2020
Von Hans-Jürgen Jensen
Bis Ende 2020 soll die Gleishalle im Rendsburger Bahnhof wasserdicht sein. Die Arbeiten am Dach sollen im März beginnen. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

Nach welchem Plan die Bahn bei der Sanierung der Stahlträger für das Dach in der Gleishalle und dem Neubau des Daches vorgeht? "Im März/April 2020 sollen zunächst die Stahlbaumaßnahmen erfolgen", erklärt eine Bahnsprecherin auf Anfrage dieser Zeitung. "Anschließend planen wir von Mai bis circa Ende Oktober Korrosionsschutzarbeiten sowie die Dacheindeckung."

Rendsburger Bahnhof teilweise gesperrt

"Wir planen, im März mit Gleis 1 zu beginnen",  kündigt die Sprecherin des Unternehmens an. "Je nach Arbeitsstand setzen sich die Sperrungen dann mit den Gleisen 2, 3 und 4 fort." Die meisten Arbeiten seien nachts geplant. Sperrungen seien von 22 bis 6 Uhr geplant. Das gilt für die ersten Wochen.

Während der ab Mai vorgesehenen Arbeiten am Rostschutz der Stahlträger und dem anschließenden Verlegen des Daches seien tagsüber Sperrungen geplant - von 6 bis 18 Uhr.

"Kein Schienenersatzverkehr geplant"

Die Bahn rechnet nicht damit, dass Züge ausfallen und ihre Passagiere auf Busse umsteigen müssen. Das sei "derzeit nicht geplant". Es könne aber während der Sperrungen "zu Gleisverlegungen kommen". Im Klartext: Züge halten nicht am gewohnten Bahnsteig.

Die Bahn antwortet nicht

Das ist die zweite Großbaustelle innerhalb kurzer Zeit. Erst 2012 schloss die Bahn Arbeiten ab. Sie dauerten fünf Jahre und kosteten 3,5 Millionen Euro. Damals wurde auch die inzwischen marode Stahlkonstruktion saniert.

Wurden dabei Fehler gemacht? Wer ist verantwortlich? Was sind die Konsequenzen? Die Bahnsprecherin reagiert schmallippig: "Zu diesen Fragen können keine Angaben gemacht werden."

"Rendsburger Bahnhof - ein Trauerspiel"

"Die Deutsche Bahn hat gute Chancen absehbar die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung einzuholen, was viele Entscheidungen bei Sanierungsarbeiten anbetrifft", ätzt Jens van der Walle, der Vorsitzende des Unternehmensverbands Mittelholstein. "Der Bahnhof insgesamt ist ein Trauerspiel, die Sanierung von Dach, Bahnsteigen, Fahrstühlen und WC-Anlagen ist durch Pleiten, Pech und Pannen geprägt."

Es sei unverständlich, dass das in Berlin vorgestellte Milliarden-Sanierungsprogramm der Bahn in Rendsburg "so kläglich umgesetzt wird". Van der Walle: "Offenbar hat Rendsburg keine ausreichende Lobby, um sich bei der Bahn Gehör zu verschaffen. Das wird der Tradition dieser Stadt nicht gerecht."

"Bahnhof ist zurzeit keine Visitenkarte"

Auch Bürgermeister Pierre Gilgenast ist unzufrieden: "Ich hätte mir gewünscht, dass die Bahn regelmäßig den Bahnhof in Schuss hält. Das hat sie bisher nicht gemacht. Ein Bahnhof soll die Visitenkarte einer Stadt sein. Das ist er jetzt definitiv nicht." Die "gute Botschaft" sei, "dass es jetzt losgeht".

Das stimmt nur teilweise. Für ihr zweites Großproblem präsentiert die Bahn keine Lösung. Seit Jahren sind Wände und Decken in der Halle unter den Bahnsteigen klatschnass. Die Bahn verdeckt den Schaden hinter Planken und Planen.

Widersprüchliche Aussagen der Bahn

Ursache sind offenbar undichte Tröge, in denen die Gleise liegen. "Momentan gibt es noch keinen Termin für die Abdichtung der Gleiströge", sagt die Bahnsprecherin. Es fänden dazu "noch Abstimmungsgespräche statt", es seien "mehrere Varianten in Planung". Fast wortgleich antwortete die Bahn vor zwei Monaten. 

Im August 2018 klang das noch anders. Dirk Teubler, der Leiter des Bahnhofsmanagements in Schleswig-Holstein, versprach, die Bahn werde den Schaden 2021 beheben: "2021 geht das los. Die Klarheit ist da." Er rechne mit einer Bauzeit von sechs Wochen und Kosten von rund 500.000 Euro.

Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast drängt: "Ich erwarte eine zügige Abarbeitung des Wasserschadens.

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