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Rendsburg Bald werden die ersten Flaschen abgefüllt
Lokales Rendsburg Bald werden die ersten Flaschen abgefüllt
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16:10 09.03.2013
Von Karsten Leng
Tief aus dem Boden sprudelt das Wasser: Projektleiter Bernd Ramm von den Hohenwestedter Werkstätten zeigt den Gästen die Ursprungsquelle.
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Nindorf

Quellwasser-Projektleiter Dieter Ramm von den Hohenwestedter Werkstätten sprudelten die Erklärungen über das von ihm angeschobene Projekt genauso flüssig aus dem Munde wie das Quellwasser aus einem Rohr auf dem Areal am Ortsrand der Gemeinde, die in der Nähe von Hohenwestedt liegt. Das Quell- und ein Filterhäuschen sind bereits errichtet. Noch ist der Platz für ein Abfüllgebäude eine Baugrube. „Ende dieses Jahres werden dort die ersten Flaschen abgefüllt“, berichtete Ramm. „Zwölf Menschen mit Behinderungen aus den Hohenwestedter Werkstätten werden dort arbeiten. Insgesamt 800000 Euro werden benötigt, um die Kimberquelle zum „Laufen“ zu bringen. Davon übernimmt das Diakonie-Hilfswerk, Träger der Werkstätten, mit 530000 Euro den Löwen-Anteil.

„1884 wurde hier nach Öl gebohrt. Doch statt des schwarzen Goldes sprudelte reinstes Wasser aus dem Bohrloch“, wusste Ramm über die Entstehungsgeschichte der Quelle zu berichten. Seitdem erreichen täglich ohne Pumpenunterstützung 11000 Liter Wasser das Tageslicht. Von 1912 bis 1967 diente der Gemeinde Remmels das Quellwasser als Trinkwasser. „Es ist sehr eisenhaltig, und da die Frauen des Dorfes beklagt hatten, da sie ihre weiße Wäsche deshalb nicht sauber bekämen, wird Remmels seitdem aus einem Tiefbrunnen mit Wasser versorgt“, sagt Ramm.

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Als der Kaufmann Detlef Häufle vor acht Jahren das Areal der Quelle kaufte, setzte er sich mit den Hohenwestedter Werkstätten zusammen und half den Plan für eine professionelle Vermarktung des Quellwassers zu realisieren. Laboruntersuchungen hatten ergeben, dass der Genuss des Quellwassers als hochgradig gesund einzustufen ist. Dieter Ramm und Elsbeth Wendt suchten Kooperationspartner, ließen Machbarkeits- und Marketingstudien erstellen und reichten schließlich bei der Aktivregion Mittelholstein einen Förderantrag ein – mit Erfolg. „Das Projekt Kimberquelle wurde als sogenanntes Leuchtturmprojekt bewertet“, berichtete Jürgen Wolff vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, der den Förderbescheid überreichte.