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Rendsburg 48000 Batterien übernehmen Versorgung
Lokales Rendsburg 48000 Batterien übernehmen Versorgung
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10:51 07.11.2019
Von Frank Scheer
Die 48.000 Batterien im Batteriespeicher werden am Sonnabend, 30. November, von 15 bis 16 Uhr die Stromversorgung in Bordesholm sicherstellen. Quelle: Frank Scheer
Bordesholm

Politik und Wissenschaft versprechen sich von diesem "Inselnetzbetrieb" wichtige Erkenntnisse für die Energiewende. Bis Anfang der Woche war unklar, ob der Härtetest für das Batteriekraftwerk auf dem Gelände der Versorgungsbetriebe (VBB) in der Bahnhofstraße erfolgen wird, weil die Haftungsfrage offen war. VBB-Aufsichtsratschef Dr. Jörg Niedersberg hatte sein Unverständnis über das Zögern in dieser Frage vor allem der Landesregierung zum Ausdruck gebracht. In der Gemeindevertretung am Dienstagabend erklärte VBB-Geschäftsführer Frank Günther, dass der Kommunale Schadensausgleich (KSA) die Zusage gegeben habe.

48000 Batterien versorgen Bordesholm mit Strom

„Einen solchen Echttest hat es in Deutschland bislang noch nicht gegeben“, erklärte Günther. Um 15 Uhr wird in der Übergabestation der SH Netz AG im Nienröden in Wattenbek der Schalter umgelegt und innerhalb von 20 Millisekunden soll der Speicher mit seinen 48 000 Batterien anspringen. Günther wie auch andere Experten, beispielsweise von der TU Köln, die die die Realisierung von Beginn an wissenschaftlich begleitet haben, sind sich zu 99 Prozent sicher, dass der Speicher seinen Härtetest besteht und der KSA keine Schäden befürchten braucht.

Netzkunden werden jetzt informiert

Alle größeren Netzkunden, egal ob VBB-Kunde oder nicht, werden in den kommenden Tagen per Schreiben über den „Inselnetzbetrieb“ genau informiert. Laut Günther müssten die Firmen und andere Verbraucher keine Vorsichtsmaßnahmen treffen und beispielsweise Geräte vom Netz nehmen. „Ich kann es natürlich niemandem verbieten. Aber vermutlich wird kein Kunden überhaupt etwas merken“.

Minister Albrecht ist zum Test eingeladen

Für die Premiere haben die VBB neben Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) auch Markus Hirschfeld, Leiter des Referats Energiepolitik und Energierecht im Ministerium, der den Test genehmigt hat, eingeladen. Zudem sind Vertreter der TU Köln, der Herstellerfirma, aus Politik und Wirtschaft sowie alle Gemeindevertreter geladen. „Da es in den Schalträumen zu eng ist, werden wir die wichtigsten Parameter auf eine Großleinwand übertragen“, kündigte Günther an.

Frank Günther kritisiert "große Politik"

Der Batteriespeicher, der im April in Betrieb genommen wurde und vom Land mit 1,5 Millionen Euro aus EU-Geld gefördert worden ist, wird aus Photovoltaik-Anlagen, einer Biogasanlage und Blockheizkraftwerken geladen. Das System in Bordesholm ist laut Günther in der Form europaweit einmalig. In der Gemeindevertretersitzung äußerte Günther erneut Kritik an der großen Politik in Berlin, die aus seiner Sicht bei der Energiewende „eher Schritte zurück macht“. „Nicht die erneuerbaren Energien machen den Strom teurer. Es liegt daran, dass zwei Systeme gefahren werden.“ Wegen der gestiegenen Netzentgelte und der EEG-Umlage steigen die Stromtarife der VBB zum Jahresbeginn um 1,26 Cent.

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