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Rendsburg Ein erster Schritt in Richtung Bebauung
Lokales Rendsburg Ein erster Schritt in Richtung Bebauung
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14:50 20.02.2019
Bauamtsleiter Jan Evers und Bürgermeisterin Ute Hauschild bei der Debatte um die Zukunft des B-Planes 27. Quelle: Sorka Eixmann
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Molfsee

Aufatmen nicht nur bei den Investoren, die seit knapp zwei Jahren über die Bebauung auf der Fläche gegenüber des Catharinenberg kämpfen. Denn es gab einen gültigen B-Plan, der allerdings von der Bebauung mit Einzel- und Doppelhäusern auf mehrgeschossigen Wohnbau umgeändert werden sollte.

Wie berichtet kam es zu Protesten einiger Anwohner, mehreren Runden Tischen, einer Infoveranstaltung. Fast ein Jahr später konnte Thiemo Lüeße (SPD) am Dienstagabend das Ergebnis des Arbeitskreises - bestehend aus den Investoren, Mitgliedern der Bürgerinitiative und aus der Kommunalpolitik sowie aus der Verwaltung - vorstellen. Oder auch nicht, denn: „Es gab leider kein Ergebnis“, erklärte Lüeße, der als Hauptausschussvorsitzender das Amt des Moderators übernommen hatte.

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Investoren waren kompromissbereit 

Offenbar hatte es nicht an der Kompromissbereitschaft der Investoren gelegen. Lüeße: „Wir hatten Einigungen unter anderem beim Thema Wohnfläche, es sollten nur 5500 Quadratmeter Wohnfläche entstehen, ebenfalls beim Abstand der Häuser im hinteren Bereich war uns Familie Glindemann entgegengekommen. Der Mindestabstand liegt bei vier Metern, acht Meter wurden angeboten.“

Ein weiterer Knackpunkt sei die Erschließung gewesen. „Ein Drittel soll nun über die L 318 und zwei Drittel über den Eiderwiesenweg in die Tiefgarage laufen. Aber die Bürgerinitiative hat den Kompromiss abgelehnt“, so Lüeße. Seine Empfehlung in Richtung Bauausschuss war deutlich: „Ich empfehle, so zu beschließen und keine erneute erweiterte Bürgerbeteiligung.“

Nach der Sitzungsunterbrechung wurde abgestimmt

Doch so einfach war es dann doch nicht. Es wurde debattiert, diskutiert, und so manches Mal musste die Ausschussvorsitzende Cornelia Conrad (FDP) die Glocke läuten, weil ihr die Sitzung aus dem Ruder lief. Einer der Gründe: Conrad selbst ist ein Gegner der geplanten Bebauung. Doch die Kommunalpolitiker schritten rechtzeitig ein, eine Sitzungsunterbrechung wurde gewünscht.

Danach ging es konstruktiver zur Sache: Die einzelnen Punkte für den geplanten neuen Entwurf des Bebauungsplanes, der von Stadtplaner Oliver Kühle erstellt werden wird, wurden abgestimmt. CDU, SPD, UWM und Grüne stimmten für eine Gebäudehöhe von 10,50 Meter im hinteren Bereich (mit der Auflage, die Baufenster festzulegen), für die Zufahrt zu der Tiefgarage im Eiderwiesenweg sowie einen Abstand von acht Metern der Gebäude vom Nachbargrundstück bei einer Nein-Stimme der FDP.

Damit ist ein erster kleiner Schritt in Richtung Bebauung getan.

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Von Sorka Eixmann

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