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Rendsburg Grünes Licht für VBK-Bau in Kronshagen
Lokales Rendsburg Grünes Licht für VBK-Bau in Kronshagen
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11:21 23.09.2019
Von Florian Sötje
Auf dem 1,25 Hektar großen Grundstück (Mitte) an der Claus-Sinien-Straße soll das VBK-Gebäude entstehen. Quelle: Sven Janssen
Kronshagen

Die VBK planen, im Sommer 2021 in den Neubau bestehend aus einem Verwaltungsgebäude sowie einer Werkhalle umzuziehen. Die Kritik am VBK-Neubau in Kronshagen seitens SPD und UKW richtete sich nicht gegen die grundsätzlichen Umzugspläne der Versorgungsbetriebe aus dem Ortszentrum in Richtung grüner Wiese. Vielmehr störten sich die Lokalpolitiker der SPD und UKW an der Vorgehensweise.

SPD-Kritik an fehlender Bedarfsanalyse

So stehe die SPD weiterhin zum Standort Alte Baumschule, sagte Johannes Reimann (SPD). Die Meinung der Fraktion, dass vor einer Verabschiedung des Bebauungsplans eine Bedarfsanalyse vorliegen müsse, habe sich aber nicht geändert. „Den gemeindlichen Gremien liegt kein Nutzungskonzept bezüglich des Bedarfs vor“, sagte Reimann. Als Eigentümer des öffentlichen Unternehmens habe die Gemeinde eine „besondere Verantwortung“ bei der Entscheidung über Dimension und Flächenverbrauch durch den Neubau. „Wir sollten daher nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen“, sagte Reimann. Renate Graetsch (UKW) argumentierte ähnlich: „Ich halte es nicht für sinnvoll, den B-Plan jetzt abzunicken. Das sollten wir erst tun, wenn die Planung konkreter ist.“

Welche finanziellen Auswirkungen entstehen für die Gemeinde?

Gunnar Heintze (SPD) machten die finanziellen Auswirkungen für die Gemeinde Sorgen: „Es ist nicht geklärt, welche Auswirkungen die Finanzierung auf den Haushaltsplan hat. Das muss geklärt sein“, sagte Heintze. Er habe das Gefühl, je höher die Beträge seien, desto schneller würden die Entscheidungen gefällt.

Neubau mit Verwaltungsgebäude und Werkhalle soll 8,5 Millionen Euro kosten

Für den Neubau auf der 1,25 Hektar großen Fläche am Kronshagener Ortsrand zwischen Nettomarkt und Platanenring sind Kosten von 8,5 Millionen Euro veranschlagt. Thomas Kahle (CDU) entgegnete, dass wirtschaftliche Belange an anderer Stelle, losgelöst vom Bauplanprozess, diskutiert werden müssten. „Natürlich hat niemand ein Interesse daran, große Beträge zu verpulvern“, sagte Kahle. Zudem wies er darauf hin, dass die derzeitige Planung von den maximal möglichen Ausmaßen des Neubaus ausgehe. Bürgermeister Ingo Sander (CDU) betonte, dass die Politik über Hauptausschuss, Gemeindevertretung und VBK-Aufsichtsrat weiterhin Einfluss auf die Größe des Baus nehmen könne.

Werkhalle soll knapp 40 Meter lang und acht Meter hoch werden

Diese war im Zuge der öffentlichen Auslegung der Pläne und den Stellungnahmen von besorgten Anwohnern, die vor allem die Bauhöhe und den Abstand zu ihren Grundstücksflächen kritisierten, zum Teil verändert worden. So wurde die Höhe des zweigeschossigen Verwaltungsgebäudes von ursprünglich zwölf auf neun Meter reduziert. Die knapp 40 Meter lange Werkhalle soll acht Meter hoch werden und einen Abstand zu den Grundstücken von etwa 8,50 Meter einhalten.

VBK hat die Konzession für die Strom- und Gasversorgung der nächsten 20 Jahre

Diese Planung sei in Ordnung und lange diskutiert worden, sagte Winfried Dittmann (Grüne), der im Aufsichtsrat der VBK sitzt. Der Umzug vom beengten Standort sei für die Weiterentwicklung der VBK ebenso wichtig wie der Bau der großen Werkhalle, auch weil sich das Unternehmen die Konzessionsverträge für die Strom- und Gasversorgung der nächsten 20 Jahre in der Gemeinde gesichert habe. Die Entscheidung zu Gunsten des B-Plans Alte Baumschule fiel schließlich mit sieben Stimmen von CDU und Grünen gegen vier Stimmen von SPD und UKW.

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