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Rendsburg Keine Mehrheit für SPD-Antrag in Molfsee
Lokales Rendsburg Keine Mehrheit für SPD-Antrag in Molfsee
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17:00 28.06.2019
Von Sorka Eixmann
Die Fläche im Bereich Hamburger Landstraße/Osterberg gehört dem UWM-Gemeindevertreter Manfred Kieckbusch.
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Molfsee

Das Problem: „Es gibt nur ein unbebautes Grundstück in Molfsee, das nicht der Gemeinde gehört“, hatte Bürgermeisterin Ute Hauschild bereits vor längerer Zeit deutlich gemacht. Die Fläche im Bereich Hamburger Landstraße/Osterberg gehört dem UWM-Gemeindevertreter Manfred Kieckbusch, der sich wenig begeistert über den Antrag zeigte.

Auch er war Gast im Ausschuss und hatte Fragen: „Geht es darum, mich persönlich zu treffen, weil ich ein unbebautes Grundstück habe?“, wollte Kieckbusch wissen. „Ich mache mir Gedanken, weil ich nicht genau weiß, wie ich darauf reagieren soll“, gestand der UWM-Fraktionschef, der sich bei der Kommunalaufsicht schlau gemacht hatte. „Wenn es nur um mein Grundstück geht, muss ich wegen Befangenheit den Saal verlassen.“ Verwaltungschefin Ute Hauschild bestätigte seine Annahme, so musste Kieckbusch den Raum zur Debatte verlassen. „Wäre es um mehrere Grundstücke gegangen, wäre er allerdings nicht befangen gewesen“, fügte sie als Erklärung noch hinzu.

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Auch Parteikollege Eike Frahm war skeptisch. „Der SPD-Antrag verwundert mich. Kommt aus heiterem Himmel ein Schüsseltreiben gegen Kieckbusch?“, fragte er. Auch Harald Dau (CDU) positionierte sich klar: „Wir werden den Antrag ablehnen. Wir sind für das Ortsentwicklungskonzept und seine Umsetzung, aber mit Feingefühl. Wir maßen uns etwas an, was jemand nicht möchte, das wollen wir nicht.“

„Das ist ein Missverständnis"

Doch das wollte Jürgen Blucha (SPD) so nicht stehen lassen, er hatte Erklärungen parat. „Das ist ein Missverständnis, es geht doch darum eine Fläche, die prädestiniert ist aufgrund ihrer Nähe zum Freilichtmuseum, zu entwickeln. Denn genau das wird dort gerade vom Museum gemacht und daher sollte diese Fläche einbezogen werden“, erklärte Blucha und betonte: „Ich habe kein Problem mit Herrn Kieckbusch.“ Doch es werde zu wenig über die Ortsentwicklung gesprochen. „Manchmal haben wir das Gefühl, dass sie mit uns gar nicht über Ortsentwicklung reden wollen. Es geht nicht wirklich voran“, kritisierte er offen.

Auch FDP-Politiker Werner Kloss hatte so seine Probleme mit dem SPD-Antrag – „Ich hatte ein mieses Gefühl“ – und schlug vor, den Antrag zurückzuziehen. „Wir sind doch alle dafür, in der Ortsentwicklung weiter zu machen“, fasste er zusammen. Mit vier Nein-Stimmen (zwei Ja, eine Enthaltung) wurde der Antrag abgelehnt, nach den Ferien wollen sich die Politiker zusammensetzen, um in Sachen Ortsentwicklung weiter zu kommen.

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