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Rendsburg Heißes Wasser gegen Unkraut im Einsatz
Lokales Rendsburg Heißes Wasser gegen Unkraut im Einsatz
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19:02 06.04.2018
Von Beate König
Bauhofmitarbeiter Peter Kufahl setzte das Gerät, das mit 90 Grad heißem Wasser Unkraut bekämpft, während der Testphase an ausgewählten Flächen ein.. Quelle: Beate König
Nortorf

2005 stellte der Bauhof auf mechanische statt chemische Unkrautvernichtung in den städtischen Grünanlagen um, berichtete Bauhofleiter Sören Staben. Aktuell pflegen elf Bauhofmitarbeiter 60 Kilometer Straßen, Geh- und Fußwegen und 47 Kilometer Knicks.

Stadtwerke verzichten auf Pestizide, um das Trinkwasser zu schonen

2016 wurde der ökologisch arbeitende, thermische Unkrautvernichter Wave Weed für rund 20000 Euro angeschafft. „Ich bin für die Reinheit des Trinkwassers verantwortlich, da passt es nicht, wenn der Bauhof Unkrautvernichtungsmittel einsetzt,“ erläuterte Winfried Bentke, Leiter der Stadtwerke, zu denen der Bauhof gehört. Der Wave Weed arbeitet mit 90 Grad heißem Wasser, das mit maximal 50 Bar Druck aus Düsen auf dem Aufsatz einer 1,40 Meter langen Sprühlanze auf unerwünschtes Grün im Beet läuft.

Bei 90 Grad gehen die Pflanzen ein

„Die Hitze färbt die Blätter intensiv grün, sie zieht bis ins Wurzelwerk und löst das Verwelken der Pflanzen aus. Die Reste verwehen,“ beschreibt Staben die Wirkweise der Unkrautbehandlung. Ein Durchlauferhitzer bringt das Wasser aus dem 500-Liter-Tank auf Arbeitstemperatur, eine Füllung reicht für drei Stunden. Bauhofmitarbeiter Peter Kajuhl testete 2017 die Behandlungs-Zyklen aus. Zwischen April und Juli müssen Flächen alle drei Wochen mit Heißwasser behandelt werden, dann vergeht dem Unkraut nachhaltig die Sprießkraft.

BUND hat eine Karte mit pestizidfreien Gemeinden angelegt

Die BUND-Karte ist unvollständig. „Es gibt weitaus mehr Kommunen, die ohne Pestizide auskommen“, weiß BUND-Pestizid-Expertin Corinna Hölzel. Die BUND-Karte wurde mit aktuellen Rechercheergebnissen und mit Archivdaten des BUND gefüllt, sie ist offen für Nachmeldungen. Nortorf wurde genannt, weil es seit der BUND-Kampagne bienenfreundliche Kommune von 2016 als Stadt gelistet ist, die ohne Pflanzengift arbeitet. Kommunen können sich beim BUND unter der E-Mail unter info@bund.net melden.

2005 stellte der Nortorfer Bauhof auf mechanische statt chemische Unkrautvernichtung in den städtischen Grünanlagen um. Mit der neuen Heißwasser-Methode kann der Einsatz von Pestiziden vermieden werden.

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