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Rendsburg Archäologische Funde im Baugebiet
Lokales Rendsburg Archäologische Funde im Baugebiet
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10:09 08.02.2019
Flintbek

Auftraggeber für diese Voruntersuchungen ist die Gemeinde. Der Grund liegt in der Geschichte der Gemeinde, denn: „Flintbek erregte bereits in den 80er-Jahren aus archäologischer Sicht überregionale Bekanntheit, als hier eine große Grabanlage und die älteste Wagenspur entdeckt wurden.

Daher ist es naheliegend, dass diese in unmittelbarer Nachbarschaft liegende Fläche vor einer Bebauung archäologisch untersucht wird, um gegebenenfalls historische Vorkommen zu sichern“, erklärte Bürgermeister Olaf Plambeck auf Nachfrage. Daher sei es wichtig, diese Untersuchungen als erstes in Auftrag zu geben, bevor weitere Planungen in Sachen Baugebiet auf den Weg gebracht werden.

Materielle Werte nicht zu erwarten

Leiter der Untersuchungen ist Dr. Ingo Lütjens, Dezernatsleiter beim Archäologischen Landesamt und zuständig für die Kreise Rendsburg-Eckernförde, Plön, Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg sowie die Stadt Kiel. Für ihn steht nach den ersten Grabungen fest: „Materielle Werte sind nicht zu erwarten. Aber wir haben dort, wo der Mutterboden weggebaggert wurde, im hellen Untergrund Reste von alten Abfallgruben gefunden“, erklärte Lütjens.

Gruben womöglich 1000 Jahre vor Christus angelegt

Seit Mitte der Woche ist das Team vor Ort. Ein kundiger Baggerfahrer gräbt auf Anweisung der Mitarbeiter des Landesamtes gewisse Stellen auf der ehemaligen landwirtschaftlichen Fläche frei, die Fachleute begutachten dann die freien Stellen im Acker. „Diese Gruben wurden wurden wahrscheinlich rund 1000 Jahre vor Christus angelegt. Vielleicht wurde in diesen Gruben Lehm gewonnen, vielleicht wurden sie aber auch mit Abfall verfüllt. Dabei kann es sich dann um Keramik oder verziegelten Lehm handeln“, erklärt Lütjens.

Für ihn steht in dem Zusammenhang auch fest: „Ich vermute dort keine Knochenfunde.“ Allerdings könnten Holzkohlereste oder auch Keramikteile gefunden werden. Wichtig sei es auf jeden Fall, sogenannte archäologische Verdachtsflächen rechtzeitig vor Baubeginn untersuchen zu lassen.

„Wenn erst während der Bau- und Erschließungsphase solche Untersuchungen stattfinden, kann es schnell zu einem Baustopp kommen, wenn Funde gemacht werden“, betont Lütjens. Genau das wird mit rechtzeitigen Untersuchungen verhindert.

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Von Sorka Eixmann

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