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Rendsburg ADFC-Test: Städte bekommen die Note Vier
Lokales Rendsburg ADFC-Test: Städte bekommen die Note Vier
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14:00 19.04.2019
Von Jördis Merle Früchtenicht
Kronshagen wird beim Fahrradklima-Test des ADFC mit der Schulnote 3,9 bewertet. Kritisiert wird unter anderem der Zustand der Radwege. Quelle: JördisFrüchtenicht
Rendsburg/ Büdelsdorf/ Kronshagen

Im Vergleich zu ähnlichen Gemeinden fällt sowohl bei Rendsburg als auch bei Büdelsdorf und Kronshagen der Zustand der Radwege negativ auf. Das gleiche gilt für die Mitnahme von Rädern in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Erreichbarkeit des Stadtzentrums bewerten die Befragten hingegen positiver als in vergleichbaren Städten.

Rendsburg erhält die gleiche Bewertung wie 2014 und 2016

Die Bewertung Rendsburgs bleibt mit einer Note von 4,1 im Vergleich zu den Umfragen 2014 und 2016 gleich. Mit der Note liegt die Stadt in Schleswig-Holstein auf Platz sieben von 15 in der Kategorie der Städte mit 20000 bis 50000 Einwohner.

„Die Ergebnisse verwundern überhaupt nicht“, so Bodo Schnoor von der ADFC-Ortsgruppe Rendsburg. Seit vor einigen Jahren der Beschluss gefasst wurde, dass Rendsburg eine fahrradfreundliche Stadt sei, sei im Prinzip nichts passiert.

Ampeln reagieren nur auf Autos

„Es gibt Anforderungsampeln, die Radfahrer nicht erkennen“, sagt das ADFC-Mitglied. An diesen müsse man im Prinzip warten, bis das nächste Auto komme oder die Straße bei Rot überqueren. „Auch bei der Verkehrsführung an manchen Baustellen werden Radfahrer nicht beachtet.“ Dort müssten sie absteigen und schieben.

Ein Schwerpunkt der Stadt Rendsburg sei der Radwegeausbau, sagt Dörte Riemer, Sprecherin der Stadt. „Der Fokus liegt darauf, die Situation noch weiter zu verbessern.“ Die Verbesserung der Radinfrastruktur müsse gemeinsam mit den umliegenden Gemeinden erfolgen.

Gemeinden wollen bei Verbesserungen im Radverkehr zusammenarbeiten

Dies sieht auch Silke Schnoor, Leiterin des Fachbereichs Bauen und Umwelt bei der Stadt Büdelsdorf so: „Man muss die Pläne übergreifend sehen.“ So würden momentan Velorouten geplant, die eine schnelle Verbindung zwischen Rendsburg, Büdelsdorf und deren Nachbargemeinden ermöglichen.

Büdelsdorf erstmals in der ADFC-Wertung

In Büdelsdorf nahmen erstmals genug Menschen an der Umfrage teil, sie bewerteten die Stadt insgesamt mit der Note 3,9. Das ist in der Stadtgrößenklasse unter 20.000 Einwohnern landesweit Platz 12 von 26.

„An Ampeln haben Radfahrer und Fußgänger zum Teil extrem lange rot, während die Autofahrer noch fahren können“, sagt Bodo Schnoor zur Lage in Büdelsdorf. Auch die Führung der Radfahrer an den Kreuzungen sei nicht ideal: „Die Radfahrer kommen nach rechts zu den Fußgängern und können nicht direkt links abbiegen, während die Autofahrer direkt fahren können.“

Radverkehr soll in Planung berücksichtigt werden

„Der Radverkehr hat bei uns einen hohen Stellenwert“, betont Silke Schnoor. „Wo es möglich ist und wir es in der Hand haben, machen wir etwas für den Radverkehr.“ So werde beim Neubau einer Bushaltestelle etwa eine größere Fläche eingeplant, auf der später eine überdachte Abstellmöglichkeit für Räder geschaffen werden könne.

Kronshagen wurde im Vergleich zu 2014 schlechter bewertet

Kronshagen liegt, ebenfalls mit einer Note von 3,9, direkt vor Büdelsdorf und kommt landesweit Platz 11 von 26. Im Vergleich mit dem Gesamtergebnis von 2014, als Kronshagen zuletzt in der Auswertung geführt wurde, hat sich die Gesamtbewertung leicht verschlechtert. Damals erhielt die Stadt noch die Note 3,7.

Fahrradklima-Test soll Bedarf aufzeigen

„Die Radinfrastruktur muss insgesamt stimmen“, sagt Philipp Walter von der ADFC-Regionalgruppe in Kiel. Dazu würden gute Radwege ebenso gehören wie etwa sichere Abstellanlagen für Räder, im öffentlichen Raum ebenso wie etwa an Mehrfamilienhäusern. Der Fahrradklima-Test sei wichtig. „Es gibt mehr Innovationen, wenn gezeigt wird, dass der Bedarf da ist.“

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