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Rendsburg Irish Folk auf Crossover-Pfaden
Lokales Rendsburg Irish Folk auf Crossover-Pfaden
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10:06 02.06.2019
Von Dieter Hanisch
Pigeon On The Gate mit Lajescha und Roger Dubler kommen beim Publikum gut an. Quelle: Dieter Hanisch
Poyenberg

Wo Irish Folk drauf steht, ist in Poyenberg frech und frisch schon mal Reggae oder Punkrock drin – da nehmen es The Rumjacks aus Sydney nicht so genau. Die Australier um Sänger Frankie McLaughlin spielen ein kraftvolles Punk-Paket, und vor der Bühne wird zum gepflegten Moshpit gebeten. Tin-Whistle (Rauhbein McLaughlin) und Mandoline (Adam Kenny) liefern dabei die Folklore zum beinharten Punkrock und spielen sich in die Herzen der vor allem jüngeren Poyenburg-Besucher.

Das Quintett von Down Under versteht es geschickt, diese Crossover-Note zu performen. Mit Stücken wie Black Matilda oder An Irish Pub Song funktioniert dieser Celtic-Punk-Mix, eine Nummer wie One Summers Day wird mit viel Live-Power zum wahren Ohrwurm. Das diesjährige Wacken-Festival darf sich auf einen heimlichen Headliner freuen – Generalprobe Poyenberg gelungen.

Band reist direkt aus Dublin an

Den Irish Pub Song haben auch The High Kings aus Dublin auf der Setlist, nur etwas weniger energiegeladen. Das Trio steht auf der Bühne, während Backstage die irischen Landsleute von The Logues englischen Champions League-Fußball schauen. Mit Songs wie Oh Maggie beweisen The High Kings, warum sie inzwischen ein internationales Aushängeschild in Sachen Irish Folk sind. Diesen Status wollen sich The Logues noch erarbeiten. Poyenberg ist Deutschland-Premiere des Quintetts gewesen, das mitten in der Nacht als letzte Band vor gelichteten Reihen spielt und unter anderem ihre sympathische Version von Bruce Springsteens I’m On Fire zum Besten bringt.

Waschechte Iren sind auch The Beer Mats, die nach 2012 zum zweiten Mal aus Dublin angereist sind. Sie sind der familienfreundliche Opener des Festivals, machen ihre Späßchen auf der Bühne, streuen Klassiker wie Whisky In the Jar oder Dirty Old Town ins Programm, animieren zum Mitsingen und spielen aber beispielsweise auch die tolle Folkrock-Hymne The Raggle Taggle Gipsy von The Waterboys.

Keltisches Blut auch vertreten

Weitere Bands in Poyenberg sind Mitteleuropäer mit keltischem Blut. Rapalje aus dem niederländischen Groningen sind Festival-Dauergast. Sie müssen nach The Rumjacks ran und kommen ein wenig mühsam auf Touren. Sie präsentieren etliche Stücke ihres in diesem Jahr erschienenen Albums Scotland’s Story und haben noch keinen einzigen Ton auf der Bühne gespielt, da ist ihr Merch-Stand bereits dauer-umlagert. Die Holländer sind diesmal die einzige Band im Festival-Lineup mit Bagpiper. Crossover sind auch die Schweizer von Pigeon On The Gate unterwegs. Die Combo aus Winterthur integriert reichlich modernes Pop-Flair in ihren Sound und nutzt dazu Keyboard und massig Mainstream-Schlagzeug. Das Sextett trimmt das Publikum mit ihrer offenherzigen Art auf gute Laune, immer wieder angetrieben von Lajescha Dubler und ihrer Tin Whistle.

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