Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg Einmal pro Woche geht es um Wunschberufe
Lokales Rendsburg Einmal pro Woche geht es um Wunschberufe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:53 31.10.2019
Von Beate König
Berufsberater Michael Bober ist jeden Mittwoch in der Grund- und Gemeinschaftsschule Schacht-Audorf. Schüler wie Paris (von links), Oke, Lennart, Johanna, Alina und Liberty profitieren von der regelmäßigen Präsenz. Quelle: Beate König
Schacht-Audorf

Berufsberater Michael Bober ist seit Anfang des Schuljahrs nicht nur einmal im Monat, sondern jeden Mittwoch von der 2. bis 6. Stunde in der Gemeinschaftsschule Schacht-Audorf präsent. Schülern dürfen den Unterricht verlassen, um mit dem Berater über alles rund um den Wunschberuf und den passenden Ausbildungsplatz zu sprechen. Schulleiter Sven Grito und Lehrer unterstützen das Angebot der Arbeitsagentur.

Michael Bober berät jeden Schüler individuell. Unterstützt beim Formulieren von Bewerbungen und Lebenslauf für ein Praktikum oder eine Ausbildung. Er zeigt, wie man im Internet Informationen über Berufsbilder findet. Infos über regionale Feinheiten gebe es im Netz allerdings nicht, auch dafür ist der Berufsberater da.

Gemeinsam mit dem Schüler entwickelt er aus einer groben Richtung, in die der Berufswunsch gehen könnte, konkrete Ziele. Schülerin Paris (14) aus der 10b erklärte: „Man kennt nur die Standardberufe.“ Michael Bober hilft auch zielgerichteten Schülern weiter: „Ich wollte ein Praktikum beim Finanzamt machen, Herr Bober hat einen Ansprechpartner dort genannt. Es hat geklappt“, erzählt Liberty (15) aus der 10b.

Von Michael Bober, einen von 21 Berufsberatern der Arbeitsagentur Neumünster, fordert die Aufgabe Mobilität. „Dienstag bin ich an der Christian-Timm-Schule, Mittwoch in Schacht-Audorf, Donnerstag an der Theodor-Storm-Schule.“ Der Ansprechpartner im festen Büro in der Schule macht es für Schüler leichter: „Manche Fragen lassen sich in zwei, drei Minuten klären“, weiß Michaela Bagger, Leiterin der Agentur für Arbeit in Neumünster. „Dafür fahren Schüler nicht bis zur Arbeitsagentur nach Rendsburg.“

An der Gemeinschaftsschule gibt Lehrer Jörg Clement bereits berufsorientierenden Unterricht. Die Berufsorientierung bereits ab der achten Klasse wurde bundesweit Anfang des Schuljahrs von der Arbeitsagentur eingeführt. Dazu zählt die Ausdehnung der Sprechstunden an Schulen und der Ausbau von Online-Angeboten, zu denen ein neues Selbsterkundungstool für Schüler zählt. 2020 soll die Intensivierung der Beratung auf die Sekundarstufe ausgedehnt werden. Eine Beratung an Hochschulen für Studienabbrecher ist ebenfalls geplant.

Zur Bilanz des Ausbildungsmarktes in Mittelholstein vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 berichtete Michaela Bagger: 2340 Ausbildungsstellen wurden der Arbeitsagentur gemeldet, Berufsberater unterstützten 2203 junge Leute beim Finden einer Ausbildungsstelle. 250 Stellen blieben unbesetzt, 273 Ausbildungsplatzsuchende fanden bislang keine passende Stelle.

Zu den Wunschberufen zählen Verkäufer, Kaufmann und Büromanagement, medizinischer Fachangestellter, Einzelhandelskaufmann und Kfz-Mechatroniker. Besonders im Gastronomiebereich blieben Azubi-Stellen unbesetzt: Hotelkaufmann, Restaurantfachmann, auch Köche und Fachkräfte im Gastgewerbe waren als Ausbildungsplätze nicht beliebt.

Immer informiert: Nachrichten aus der Region

Bei den Beratungen über das Budget des Ausschusses für Soziales, Kultur und Sport für den Haushalt 2020 wurde über einen Posten ausführlich gesprochen: Einen möglichen Zuschuss der Gemeinde für die neue Orgel der Christusgemeinde. Diese hatte einen Antrag gestellt. Die Orgel kostet 435.000 Euro.

Florian Sötje 31.10.2019

Der Termin für den Härtetest des Batteriespeichers steht: In Bordesholm soll es am Sonnabend, 30. November, per Schalterklick um 15 Uhr für eine Stunde einen echten Stromausfall geben. Momentan ist aber offen, ob der Echttest überhaupt gemacht wird. Die Haftungsfrage ist nicht geklärt.

Frank Scheer 31.10.2019

Statt nur an die Küsten in Timmendorf oder Westerland sollte es die Schleswig-Holsteiner in Zukunft häufiger nach Segeberg, Stormarn oder Rendsburg-Eckernförde ziehen: Das zumindest wünscht sich das Land. Ein Netzwerk soll den Binnenlandtourismus jetzt stärken. Dabei geht es auch um viel Geld...

Clemens Behr 30.10.2019