Berufsinformationsmesse in Kronshagen: Firmen und Eltern gaben Einblicke
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Rendsburg Firmen und Eltern gaben viele Einblicke
Lokales Rendsburg Firmen und Eltern gaben viele Einblicke
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15:25 23.02.2020
Von Sven Janssen
Chemielaborantin Stephanie Pitzki (links) und Auszubildender Jasper Schweppe von der Firma Argrolab sind einer von 43 Ausstellern.
Chemielaborantin Stephanie Pitzki (links) und Auszubildender Jasper Schweppe von der Firma Argrolab sind einer von 43 Ausstellern. Quelle: Sven Janssen
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Kronshagen

„Wie viele Kugelschreiber hast Du schon?“, diese Frage hörte man auf der KroBim öfter, wenn sich Schüler begegneten. Da gab es dann auch schon mal Tipps, wo man die schönsten Schreibgeräte aus Holz bekommt, wo es Jojos gibt und vieles mehr. Wer glaubt, das Einsammeln der Geschenke sei das einzige Interesse der Schüler von Gymnasium und Gemeinschaftsschule, der irrt.

Geschenke sind Mittel zum Zweck

Dass die kleinen Geschenke Mittel zum Zweck sind, um Schüler an ihre Stände zu locken, räumen die Aussteller ein. So kommt man ins Gespräch. Davon profitieren beide Seiten: die Unternehmen, die Auszubildende suchen, und die Schüler, weil sie sich binnen kürzester Zeit über viele interessante Berufsfelder informieren können.

Auszubildende informieren an den Ständen

An den Ständen stehen oft nicht die Chefs der Firmen, sondern die Auszubildenden selbst. Zusammen mit Azubi Jasper Schweppe hat die Chemielaborantin ein kleines Labor in der Aula aufgebaut. „Unser Beruf ist bei vielen Schülern nicht in den Köpfen“, sagt sie, deshalb zeige man, worum es geht. Auch die Elektroniker Tobias Hinz und Malte Dreeßen von Gosch & Schlüter werben für neue Azubis. Sich gegenseitig kennenzulernen, sei für einen Ausbildungsplatz wichtig. „Bevor man bei uns eine Ausbildung machen kann, ist ein Praktikum Pflicht“, sagt Hinz.

Premiere für Elternvorträge

Wer tiefer in einen Beruf einsteigen wollte, hatte in diesem Jahr die Möglichkeit, Vorträge von Eltern des Gymnasiums zu besuchen. Eine Stunde berichteten sie in den Klassenzimmern aus ihrer ganz persönlichen Sicht über ihren Job. „Das hat wirklich etwas gebracht, da erfährt man viel mehr als in ein paar Minuten an den Ständen, das ist nicht so oberflächlich“, sagte Sonja Niemann. Die 16-Jährige hatte einem Biologen zugehört. „Das ist schon das, was ich mir vorstelle“, sagte sie. Trotzdem stand noch der Besuch bei einem Polizisten und bei einem Softwareentwickler auf ihrer Liste, man müsse ja auch mal in andere Richtungen schauen.

Conny Jerzembeck vom Zoll ist eine der Vortragenden. „Ich finde die Idee toll, die Schule macht viel für die Kinder, da kann man so auch etwas zurückgeben“, sagte sie. „Es ist etwas anderes, wenn jemand da ist, der aus der Praxis berichtet“, sagte Stina Gudlowski. „Ich will schon seit der 5. Klasse zum Zoll“, verrät die 15-Jährige. Das Hörspiel TKKG habe sie damals auf die Idee gebracht. Auch für ein Praktikum hat sie sich schon angemeldet. Spannend sei, dass es dort so viele unterschiedliche Bereiche gebe.

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