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Rendsburg Berufsinformation wird zum Pflichtfach
Lokales Rendsburg Berufsinformation wird zum Pflichtfach
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11:15 24.09.2019
Von Beate König
Juristen auf Augenhöhe: Bildungsministerin Karin Prien wurde von Michael Fröhlich vom Unternehmensverband Mittelholstein in der Thormannhalle begrüßt. Quelle: Beate König
Büdelsdorf

Vor knapp 200 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Kirche hatte Jens van der Walle, Vorsitzender des Unternehmensverbands Mittelholstein (UVM), in der Thormannhalle in Büdelsdorf festgestellt: „Ein hochwertiges und effizientes Bildungssystem bedeutet Wirtschaftswachstum, Fortschritt und soziale Sicherheit.“

Kein Kind soll ohne ökonomisches Wissen die Schule verlassen

Bildungsministerin Karin Prien hatte den Gästen des UVM einen rasanten Überblick über die 80 bildungspolitischen Maßnahmen ihres Ressorts gegeben, die vom Fach Sachkunde in der Grundschule bis zur dualen Ausbildung reichte. Für den UVM zukunftsweisend ist das Entrepeneur-Ship-Landesprogramm: „Schüler werden schon in der Schulzeit lernen, wie es ist, ein Unternehmen zu gründen. Kein Kind wird ohne ökonomisches Grundwissen die Schule verlassen.“

Informatik als Schulfach ab Sekundarstufe I

Informatik soll als Fach bereits ab der Sekundarstufe I unterrichtet werden. Die Digitalisierung aller Schulen soll im Rahmen des Digitalpakts bis 2024 mit 170 Millionen Euro vom Bund und einer Mittel-Aufstockung von zehn Prozent von Kommunen und Land vorangetrieben werden.

Berufsinformation soll an weiterbildenden Schulen verpflichtend werden

Berufsinformation soll für alle Schüler an weiterbildenden Schulen verpflichtend werden – erklärte Bildungsministerin Karin Prien. Das Ziel nahm UVM-Geschäftsführer Michael Fröhlich positiv auf. Der UVM bietet mit der Handwerkskammer und der Bundesagentur für Arbeit regelmäßig Berufsinformationsbörsen an. 76 Unternehmen, 2000 Schüler und mehr als 120 Lehrer werden erwartet. Er kritisierte: Seit fast zwei Jahrzehnten verweigern bislang die Rendsburger Gymnasien Helene-Lange-Schule und Herderschule die Teilnahme.

Der UVM unterstützt die frühe und umfassende Ausbildungsinformation mit Nachdruck: „Die Abbrecher-Quote an Unis in den naturwissenschaftlichen Mint-Fächern liegt bei 50 Prozent – manche Schulabgänger sind doch besser aufgehoben, wenn sie sich frühzeitig über Arbeitsleben informieren können“, sagte Michael Fröhlich. Er forderte angesichts der Quote von sechs bis neun Prozent der Schüler, die ohne Abschluss die Schule verlassen: „Jeder Schüler muss mitgenommen werden.“

Ministerin Karin Prien forderte Unternehmen auf, ihre Mitarbeiter ein Leben lang zu schulen

Die Bildungsministerin Karin Prien wandte sich mit einer Forderung an die Unternehmer im Publikum: „Ein Leben lang schulen“, sei die Aufgabe der Unternehmen für ihre Mitarbeiter.
„Wir haben in Ihnen einen Anwalt für Wirtschaftspolitik und Bildungspolitik“, resümierte Michael Fröhlich den Austausch.
Quintessenz des Abends zog Landtagsabgeordneter Hauke Göttsch (CDU): „Es passiert etwas in der Bildung. Und das ist gut.“

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