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Rendsburg Badeverbot wegen Blaualgen
Lokales Rendsburg Badeverbot wegen Blaualgen
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18:19 11.07.2019
Von Frank Scheer
Der Bordesholmer See blüht. Das Amt Bordesholm hat eine Badewarnung ausgesprochen. Lia Brunke, Umwelttechnikerin des Amts, nahm den Algenteppich in Augenschein. Quelle: Frank Scheer
Bordesholm

 „Die Aufsicht an der Badestelle meldete am Mittag eine starke Zunahme des grünen Teppichs. Daher haben wir das Verbot ausgesprochen“, teilte Tim Reimer vom Ordnungsamt mit. Auch der Borgdorfer See ist grün.Die Schicht hat sich bereits Anfang der Woche am Ausfluss der Wennebeker Au aus dem See im Ortsteil Springwedel gebildet und sich mittlerweile auch auf die Badestelle ausgedehnt.

Einmal pro Woche ist Lia Brunke, Umwelttechnikerin des Amtes Bordesholm, im Sommer am Bordesholmer See und prüft die Sichttiefe. Am Donnerstag musste sie nicht lange suchen. Bereits von Weitem ist der dichte grüne Teppich in der Badebucht zu sehen gewesen. Auch am Strand hatte sich eine klebrige grüne Masse bereits abgesetzt. „Der Blaualgenbefall zum jetzigen Zeitpunkt ist eher untypisch, weil die Temperaturen in der vergangenen Woche deutlich unter 20 Grad gewesen sind“, so die Umwelttechnikerin.

Blaualgen können gesundheitsschädlich sein

Angesichts der Situation am Morgen ging sie noch davon aus, dass eine Badewarnung reichen würde. Der Wind drückte vom See aus das Wasser in die Bucht. Aber der Teppich verschwand bis zum Mittag nicht, sonder ist noch dichter geworden. Daher reagierte das Amt mit dem Badeverbot. Mit Aushängen weist das Amt auf das Badeverbot hin.

Blaualgen können giftig sein und Hautreizungen auslösen. Übelkeit oder Erbrechen können auftreten, wenn man Blaualgen schluckt. Der Bordesholmer See ist seit Jahrzehnten nährstoffreich und hatte daher in der Vergangenheit oft ein Blaualgenproblem – nur 2018 war dies wegen der wenigen Niederschläge überhaupt nicht aufgetreten.

74 Seen gibt es im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde hat mit 74 Seen die meisten in Schleswig-Holstein. Alle vier Wochen werden die Gewässer nach Keimen untersucht. Wegen der vielen Gewässer hat der Kreis diese Aufgabe an zwei Frauen vergeben. Die Proben werden alle im Universitätsklinikum in Kiel analysiert. Die Ergebnisse werden dann auf der Landesseite veröffentlicht. Vom einem grundsätzlichen Blaualgenproblem in Mittelholstein war Anfang der Woche in der Kreisbehörde noch nichts bekannt.

Die nächsten Problementnahmen ständen Ende Juli auf dem Programm. „Sollten aber Algen auftreten, sind wir auf Hinweise aus den Orte angewiesen. Innerhalb von einer halben Stunde wird das dann auf der Homepage des Landes aufgenommen“, hieß es. Für Badeverbote sei nicht der Kreis, sondern die jeweilige Ordnungsbehörde verantwortlich.

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