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Rendsburg Hauptpreis für das Savoykino
Lokales Rendsburg Hauptpreis für das Savoykino
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12:34 11.06.2019
Von Sven Tietgen
Lars Baumgart freut sich über den Kinopreis und sieht die Auszeichnung als Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit. Quelle: Sven Tietgen
Bordesholm

In einem speziellen Rahmen eingefasst und mit einer Hintergrundbeleuchtung versehen prangt die Urkunde auf dem Tresen des ehemaligen Verzehrkinos – sichtbar für jeden Besucher des Bordesholmer Savoykinos. Landesweit hatten sich an die 30 Kinos bei dem ausrichtenden Landesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur für den Kinopreis beworben. Die Fachjury lobte verschiedene Kategorien für die Aktivitäten der Kinos im abgelaufenen Programmjahr 2018 aus. Das von einem ehrenamtlichen Team betriebene Savoy räumte bei der Preisverleihung in Kappeln den Hauptpreis in der Rubrik „Kino als Kulturort“ ab. Lars Baumgart, vor gut 20 Jahren Mitbegründer des Kinovereins und stellvertretender Vorsitzender, freute sich über die Auszeichnung: „Es fühlt sich gut an, das ist eine Wertschätzung für unsere ehrenamtliche Arbeit.“

Höchstes Preisgeld in der Bordesholmer Kinopreishistorie

Mit 5000 Euro ist der Kinopreis dotiert – und damit erhält der Bordesholmer Kinoverein die höchste Preisgeldsumme in seiner Geschichte. Dabei sind die Kinomacher um Lars Baumgart in Sachen Auszeichnungen quasi alte Hasen. Nicht weniger als neun Mal wurde der Kinoverein in verschiedenen Kategorien mit dem Kinopreis des Landes ausgezeichnet, 23000 Euro insgesamt flossen in den vergangenen Jahren nach Bordesholm. Eine Idee für die Verwendung gibt es bereits: Lars Baumgart denkt über eine Chronik in Buchform über das Savoykino nach. Denn im nächsten Jahr feiert das Savoy Jubiläum, im Jahr 1950 wurde das Lichtspielhaus eröffnet.

300 Veranstaltungen im Jahr

Zum 60. Geburtstag des Savoy gab es bereits einen historische Dokumentation, die zusammen mit der AG Heimatsammlung im Kulturverein Bordesholmer Land entwickelt wurde. „Bislang fehlte aber der Abschnitt mit dem Neustart und den vergangenen gut 20 Jahren, in dem der Kinoverein das Programm gemacht hat“, erklärt Lars Baumgart. Und dieses Programm kann sich sehen lassen: Längst locken nicht nur Filme in das Haus, das vor 70 Jahren unter dem Namen „Lichtspiele“ startete. Rund 300 Veranstaltungen pro Jahr stellen die ehrenamtlichen Kinomacher auf die Beine. Geboten werden Theateraufführungen, Konzerte und Literaturveranstaltungen. Spezielle Filmreihen gibt es für Kinder und – wie das Format „Kino zum Kaffee“ - auch für ältere Semester.

Enge Zusammenarbeit mit Vereinen und Schulen

Zudem ist der Kinoverein mit anderen Institutionen vernetzt. Das Savoy arbeitet mit den Landfrauen ebenso zusammen wie mit dem Sozialverband, dem DRK oder den Schulen. Die Alexander von Humboldt-Schule in Einfeld hatte sich jetzt mit der Oberstufe für den Spielberg-Streifen „Schindlers Liste“ angesehen, erzählt Lars Baumgart. „Solche Sondervorführungen sind möglich, weil es bei uns nicht immer ums Geld geht“, erklärt der 46-jährige Leiter der Kinosparte im Savoy. Gerade die Vielfalt des Programms und die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen in Bordesholm und Umgebung brachte für die Jury den Ausschlag, dem Savoy dem Kinopreis zu verleihen. Die Filmsparte erlebt übrigens einen Boom: Viele Kinovorstellungen in den vergangenen Monaten waren ausverkauft. Streifen wie „Astrid“, Bohemian Rhapsody“ oder „25 km/h“ wurden an zusätzlichen Tagen gezeigt. „So etwas gab es noch nie, in den ersten drei Monaten dieses Jahres hatten wir soviel Besucher wie sonst in einem dreiviertel Jahr“, so Baumgart.

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