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Rendsburg Dannys Schwester passt als Spenderin
Lokales Rendsburg Dannys Schwester passt als Spenderin
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15:41 29.04.2018
Von Frank Scheer
Kimberly Gräber kann ihrem Bruder Danny mit einer Stammzellenspende helfen. Quelle: Kimberly Gräber
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Bordesholm

Dass Kimberly als Spenderin infrage kommt, ist ein glücklicher Umstand. Denn gerade bei Geschwistern liegt die Wahrscheinlichkeit, den für eine Transplantation passenden Gencode zu finden, nur bei 25 bis 30 Prozent. Die Schwester hatte, wie berichtet, in den sozialen Medien für die DKMS-Typisierungsaktion mit einem Selfie von sich und ihrem Bruder seit Ende März die Werbetrommel gerührt.

Vater Carsten sagte: „Ja, unsere Kimberly passt zu 100 Prozent als Stammzellenspenderin. Sie trifft alle zehn relevanten HLA-Punkte und noch etliche mehr.“ Möglicherweise kommt es im Juni zur Stammzellenspende, hofft er.

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Familie wollte Typisierung nicht stoppen

Der Familie ist der glückliche Umstand bereits seit der ersten Aprilwoche bekannt. „Wir wollten die Typisierung aber nicht mehr stoppen, weil zu diesem Zeitpunkt die Planungen auf Hochtouren liefen. Warum auch, so ist das Thema publik gemacht worden, und hoffentlich kann durch die überwältigende Aktion einem anderen Erkrankten geholfen werden. Hätten wir Kimberlys Ergebnis kundgetan, wären mit absoluter Sicherheit nicht so viele Menschen gekommen, um sich typisieren zu lassen.“

Bei der DKMS dürfen sich Spender eigentlich erst ab 17 Jahren registrieren lassen. „Die Ärzte sehen eine Spende von Kimberly aber nicht als problematisch an“, sagte der Vater abschließend.

Spendensumme liegt bei 12.359 Euro

Am Freitag waren 923 Menschen zur DKMS-Aktion in die Hans-Brüggemann-Schule in Bordesholm gekommen. Sie spendeten insgesamt 6137 Euro. Zusammen mit den bereits vorher auf das Spendenkonto eingezahlten 6222 Euro ergibt sich eine Summe von 12.359 Euro. Jede Typisierung kostet 35 Euro, die von der DKMS aus Spendengeldern bezahlt wird.

Beate König 29.04.2018
Beate König 28.04.2018
Frank Scheer 28.04.2018