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Rendsburg Schüler können sich im Bus entspannen
Lokales Rendsburg Schüler können sich im Bus entspannen
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20:00 14.05.2019
Von Sven Tietgen
Bislang fahren Busse nur unregelmäßig, vielfach im Rahmen der Schülerbeförderung und außerhalb der Ferien. Quelle: Sven Tietgen
Bordesholm

„Das Thema war bei den Planern anfangs gar nicht existent, aber jetzt haben wir sehr befriedigende Lösungen gefunden“, berichtete Hauptamtsleiter Manfred Osbahr. Bislang rollen Busse nur unregelmäßig, außerhalb der Schulferien und vor allem im Rahmen der Schülerbeförderung durch Bordesholm und die Umlandgemeinden. Das neue ÖPNV-Konzept, das im vergangenen Oktober erstmals öffentlich vorgestellt wurde, sieht ab dem Jahr 2021 eine deutliche Ausweitung des Nahverkehrs vor.

Mindestens im Zwei-Stunden-Takt, regelmäßig und bis in den Abend hinein sollen dann die Busse die Dörfer ansteuern. Bei der Vorstellung gab es noch reichlich Kritik, vor allem die fehlende Berücksichtigung der Schulzeiten sorgte für Unmut. Diese Stimmen sind aber verstummt – denn mit den zukünftigen Linienführungen wird der Schulstandort Bordesholm noch gestärkt.

Monatelange Verhandlungen

Über Monate hatten Manfred Osbahr und Amtsdirektor Heinrich Lembrecht mit den Kreisplanern über Nachbesserungen verhandelt. Mit Erfolg: So gucken Schüler aus Langwedel in punkto Busbeförderung bislang in die Röhre. Im neuen ÖPNV steigen die Pennäler mit Ziel Hans-Brüggemann-Schule (HBS) in Bordesholm zunächst in den Bus nach Blumenthal. „Dort warten sie fünf Minuten, dann kommt der Linienbus aus Rumohr nach Bordesholm“, erklärt Osbahr.

Eine weitere Neuerung sieht Verbindungen von Neumünster-Einfeld nach Bordesholm vor. Damit können Schulabgänger der Einfelder Gemeinschaftsschule, die mit der HBS kooperiert, zukünftig leichter nach Bordesholm gelangen. Zudem verbindet zukünftig eine Buslinie Flintbek mit Böhnhusen, Techelsdorf und Reesdorf sowie Wattenbek und Bordesholm.

Anbindung an die Zugabfahrtszeiten

Als weiteren wichtigen Punkt sieht der neue Nahverkehr eine Anbindung an die Zugabfahrtszeiten im Bahnhof Bordesholm vor. „Das gibt es bislang noch nicht“, betonte Amtsdirektor Lembrecht. Die Eckpunkte des ÖPNV-Konzepts, dessen Ausschreibung voraussichtlich im Herbst 2019 startet, stellen Osbahr und Lembrecht derzeit in den Gemeindevertretersitzungen der Amtsgemeinden vor.

In den bislang sechs absolvierten Gremiensitzungen kamen größtenteils positive Rückmeldungen von Bürgern und Mandatsträgern – auch wenn nicht alle Wünsche bei den Gesprächen mit dem Kreis erfüllt werden können.

So wird es im neuen Beförderungssystem nach Angaben des Amtes wohl keine Kurzstreckentickets geben. Vor allem Bewohner aus Alt-Bordesholm forderten bei den Anhörungen diesen Fahrkartentyp für die Fahrt nach Bordesholm.

Vertreter des Kreises argumentierten schon vor einem halben Jahr, dass Kurzstrecken in einem Überlandfahrplan keinen Sinn machen. Für das geplante Liniennetz, dass auch Verbindungen nach Preetz und anderen Orten außerhalb des Kreises vorsieht, soll der SH-Tarif gelten.

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