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Rendsburg Train-Surfer begab sich in Lebensgefahr
Lokales Rendsburg

Bordesholm - Neumünster: Train-Surfer begab sich in Lebensgefahr

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13:08 12.10.2020
Von Frank Scheer
Ein Zugbegleiter hatte bemerkt, dass zwischen Bordesholm und Neumünster ein Train-Surfer mitfuhr. Quelle: Arne Dedert/dpa
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Bordesholm

Nach Polizeiangaben hatte ein Zugbegleiter des Regionalexpresses auf der Fahrt von Bordesholm nach Neumünster außerhalb des Zuges, auf der Kupplung des letzten Reisewagens, eine Person sitzend erkannt.

"Dies teilte er sofort dem Triebfahrzeugführer mit, der umgehend, bei einer mittlerweile erreichten Geschwindigkeit von über 100 Stundenkilometer eine Notbremsung einleitete", teilte die Pressestelle der Bundespolizei in Flensburg mit. 

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Train-Surfer war nicht mehr vor Ort: Fahndung nach dem jungen Mann

Nachdem der Zug auf freier Strecke zum Stehen gekommen war, war die Person allerdings nicht mehr anzutreffen. Zwei Polizeistreifen fahndeten im Anschluss im Nahbereich.

Dank der guten Beschreibung durch den Zugbegleiter und mehreren Hinweisen von Fahrgästen konnten Polizisten gegen 6.45 Uhr einen 17-Jährigen mit langen blonden Haaren im Bahnhof in Bordesholm stellen, auf den die Beschreibung passte und der eine ungewöhnlich stark verschmutzte Hose trug, so die Polizei.

1,33 Promille beim Tatverdächtigen

Der Tatverdächtige leugnet eine Mitfahrt mit dem besagten Zug von Bordesholm Richtung Neumünster. Auf der Dienststelle wurden Bilder von ihm angefertigt, um diese zur Identifizierung einzusetzen. Das Ergebnis stand am Montagmittag noch aus. 

Bei einer Überführung muss der tatverdächtige 17-Jährige, bei dem zudem ein Atemalkoholgehalt von 1,33 Promille festgestellt wurde, mit einer Anzeige wegen des Erschleichens von Leistungen rechnen, so die Bundespolizei. Ob der junge Mann sich wegen weiterer Delikte verantworten muss und Forderungen der Bahn im Raume stehen, stand am Montag noch nicht fest. 

Bahnstrecke Bordesholm - Neumünster war eine Stunde gesperrt

Die Strecke war für die Ermittlungen am Sonntagmorgen eine Stunde gesperrt, zwei Züge sind komplett ausgefallen, drei Teilausfälle, vier Züge hatten insgesamt 136 Minuten Verspätung. Die Bundespolizei warnt angesichts der Vorfälle vor derartig lebensgefährlichem Verhalten.

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