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Rendsburg Ab August höhere Kita-Gebühren
Lokales Rendsburg Ab August höhere Kita-Gebühren
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10:47 31.05.2019
Von Frank Scheer
Klar – für den Fotografen machten die gut gelaunten Steppkes in der Kindertagesstätte am Möhlenkamp auch mal Faxen. Ab August müssen die Eltern für die Betreuung in allen sechs Einrichtungen der Gemeinde tiefer ins Portemonnaie greifen. Quelle: Sven Tietgen
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Bordesholm

Für die Erhöhung, die das Amt Bordesholm vorgeschlagen hat und im Sozialausschuss am Mittwoch, 5. Juni, beraten wird, ist der zu geringe Deckungsgrad durch die Eltern ausschlaggebend. Grundsätzlich sollen diese wie in den meisten Kommunen üblich 30 Prozent der Gesamtkosten tragen. Von den knapp 2,8 Millionen Euro (2017: 2,6 Mio.), die die fünf Kitas 2018 gekostet haben, seien 28,38 Prozent eingenommen worden, teilte Rainer Borchert, Leiter des Amts für Bürgerdienste, mit. Die Kostensteigerung von 2017 zu 2018 um 7,5 Prozent erklärte er mit Tariferhöhungen und der Schaffung einer Naturgruppe.

Kostenanstieg auf 2,9 Millionen Euro

Für das Kindergartenjahr 2019/20 rechnet das Amt mit einem Kostenanstieg auf 2,9 Millionen Euro. 85 Prozent verschlingt das Personal. Seit Jahren ist der Personalschlüssel in Bordesholm mit 2,0 höher als die gesetzlich geforderten 1,5. Da ist Bordesholm richtungsweisend gewesen – im Rahmen der Kita-Reform 2020 wird die 2,0 vorgeschrieben sein. 22 500 Euro wird die Gemeinde durch die Erhöhung mehr einnehmen – insgesamt summieren sich die Elternbeiträge auf gut 871 000 Euro. Die neue „Kita am See“, in der nach den Sommerferien im ehemalige Kitifa-Gebäude am See 55 Kinder aufgenommen werden können, ist nicht der Auslöser für die Erhöhung. Sie ist in der Kalkulation noch nicht berücksichtigt worden. Borchert geht auch davon aus, dass sich durch den Betrieb an den Gebühren nichts verändern wird.

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24 Flüchtlingskinder werden betreut

301 Plätze gibt es momentan. „Die Auslastung liegt bei 84,25 Prozent“, so Borchert. 2017 lag der Wert bei über 86 Prozent. „Viele Kinder ab drei Jahren sind erst im Laufe 2018 aufgenommen worden“, erklärte er den Rückgang. Migration spielt vor allem im Möhlenkamp eine immer größere Rolle. Der Hauptteil der 24 Flüchtlingskinder besucht diese seit 2017 als Sprach-Kita anerkannte Einrichtung. Der Bund finanziert eine Halbtagsstelle, die nur für den Deutschunterricht verantwortlich ist.

Kita-Reform bringt spürbare Entlastung für Eltern

Für August 2020 deutet sich eine spürbare Gebührensenkung an. Sollte das Land die Kita-Reform beschließen, werden landesweit einheitliche Sätze gelten. Borchert rechnete vor, dass für die Betreuung eines Kinds ab drei Jahren in einer Regelgruppe von 8 bis 16 Uhr pro Monat 232,80 Euro (jetzt 316) fällig werden. 1000 Euro sparen die Eltern dann jährlich ein. Bei der Krippenbetreuung sinkt die Gebühr monatlich von 367,75 auf 252,35 Euro – für die Eltern ändert sich aber kaum etwas. Bereits jetzt können sie einen Zuschuss beim Landesamt für soziale Dienste beantragen. Die 100 Euro pro Monat werden einkommensunabhängig gewährt. „Das hat das Land als Reaktion auf die ,Herdprämie’, die Eltern für die Betreuung der Krippenkinder zu Hause erhalten, vor Jahren beschlossen“, so Borchert.

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