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Rendsburg Unitag lockte an den Bordesholmer See
Lokales Rendsburg Unitag lockte an den Bordesholmer See
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19:17 07.07.2019
Von Sorka Eixmann
Mit dem "Waldschrat" begann die Führung am Bordesholmer See vom Kulturbeauftragten Nils Claussen. Quelle: Sorka Eixmann
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Bordesholm

Lob gab es von allen Seiten, auch Pastor Thomas Engel sparte nicht damit. "Es ist wie jedes Jahr eine Gemeinschaftsveranstaltung von Kirche, Kulturverein, Kommune und der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft Sektion Bordesholm unter der Schirmherrschaft der Christian-Albrechts-Universität. Diese Gemeinschaftsaktion klappt gut", betonte er. 

Auch Bürgermeister Ronald Büssow freute sich über die Veranstaltung und den vollen Saal im Haus der Kirche. "2019 feiern wir den 21. Universitätstag mit wie immer tollen Programm und viel Unterstützung", freute sich Büssow. Und betonte: „Wir haben alles so zeitmäßig geplant, dass jeder überall dabei sein kann." Nach dem Gottesdienst begann der Rundgang um den Bordesholmer See um 12 Uhr - Nils Claussen, Kulturbeauftragter von Bordesholm, hatte die Leitung zu der Ausstellung von See und Art. Er ist ein Experte und kennt die Kunstwerke und auch die Künstler gut,daher kann er mit Leichtigkeit die Führung spannend gestalten. 26 Besucher folgten ihm auf Schritt und Tritt, hörten gespannt zu, was er zu berichten hatte. Und es gab vieles zu erzählen über die Ausstellung rund um den See, die seit knapp vier Wochen den Rundweg verschönert.

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50 Künstler haben sich an der See & Art beteiligt

„50 Künstler haben 63 Werke initiiert, vier Kilometer ist der Weg lang“, erklärte Claussen zu Beginn. „Da noch mehrere Programmpunkte anstehen, werden wir den Rundweg nicht komplett schaffen. Das Ziel ist die Vogelwiese, dort wartet ein kleiner Imbiss“, so die Vorgabe des Kulturbeauftragten. In dem Zusammenhang betonte er: „Egal, wo wir anfangen, das ist keine Wertung der Objekte. Alle sind toll.“

Los ging es beim „Waldschrat“ von Jens Rahn, der rundherum von den Besuchern bestaunt und fotografiert wurde. Viel Freude machte auch die „Seenixe“ von Hanne-Lore Krause, die ursprünglich ist Blick auf den Bordesholmer See platziert war. Aber: „inzwischen hat sie so viele nette Bordesholmer kennengelernt, dass die Künstlerin sie umgesetzt hat. Nun schaut sie die Besucher an und zeigt nicht mehr ihre Rückseite“, erzählte Claussen schmunzelnd.

Vielfältiges Programm mit Vortrag und Konzert sowie Besuch der Saldern-Gruft

Mit forschen Schritten ging es auf dem Weg weiter, der „Angler“ wurde bestaunt ebenso wie die Sylter Wellhornschnecke. „Die Künstlerin Mareike Schereika hatte Angst, denn natürlich sind die Werke nachts nicht bewacht, aber bisher ist wenig passiert.“ Allerdings läuft es doch nicht ganz ohne Zerstörung wie die Besucher beim Werk von Manfred Richter "die elektronischen Sinne" bemerkten. "Die installierten Handys wurde teilweise entwendet", so Claussen. Auch bei den "Luftgriffen" fehlten bereits zwei der Hände. Claussen erzählte und die Gäste waren begeistert - auch wenn sie sich zum Teil auskannten. Denn: Auch Künstlerin Hanne-Lore Krause war mit unterwegs, sie hat ihren eigenen Favoriten: "Ich finde die goldenen Eier des Zaubervogels von Astrid Richter ganz toll", schwärmte die Künstlerin.

Volker Rohweder war aus Neumünster angereist und ebenfalls begeistert. "Wir sind das erste Mal dabei, es ist eine tolle Ausstellung am See", freute er sich über den Rundgang.

Nach dem Rundgang gab es einen Vortrag im Haus der Kirche von Professor Urs Wyss vom Institut für Phytopathologie an der Uni Kiel, während einer Kaffeepause konnte die Caspar-von-Saldern-Gruft ebenso wie der Gewölbekeller und das Museum auf der Klosterinsel besucht werden bevor die Studentenkantorei der Uni Kiel in der Klosterkirche zum Konzert luden.

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