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Rendsburg Feuer in Lagerhalle wird weiter gelöscht
Lokales Rendsburg Feuer in Lagerhalle wird weiter gelöscht
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12:46 14.08.2019
Von Florian Sötje
In Westensee brannte eine Lagerhalle eines Landwirtes in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch nieder. Die Feuerwehr ist am Mittwoch weiter mit den Löscharbeite beschäftigt. Quelle: Florian Sötje
Westensee

Nach Angaben des betroffenen Landwirts lagerten in der Lagerhalle seines Betriebs im Westenseer Ortsteil Brux 250 Großballen Stroh sowie 100 Großballen Heu. Den Schaden durch die Zerstörung der zehn Jahre alten Halle schätzt der Landwirt auf 250.000 Euro. "Als ich den Brand bemerkt habe, war die Feuerwehr schon da. Das hat top geklappt mit den Jungs", sagte er.

Vollbrand entwickelte sich "erschreckend" schnell

Rainer Sell, Ortswehrführer aus Brux, war zuerst als Einsatzleiter mit seinen Kameraden vor Ort. "Es war erschreckend, wie schnell der Vollbrand entstanden ist", sagte Sell. Zunächst habe er im oberen Bereich der Halle Glutnester gesehen. Innerhalb von drei bis fünf Minuten habe dann die komplette Halle gebrannt. "So etwas habe ich noch nicht erlebt", sagte Sell.

Insgesamt sieben Wehren im Einsatz, Nortorf mit Drehleiter, Unterstützung vom THW

Aufgrund der Ausmaße des Feuers wurden weitere Wehren alarmiert. Laut Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde waren insgesamt sieben Feuerwehren aus Westensee, Brux, Wrohe, Felde, Bredenbek, Krummwisch und Nortorf mit 100 Kameraden im Einsatz. Die Feuerwehr Nortorf war mit der Drehleiter und einem Wasserwerfer im Einsatz. Zudem erhielten die Kameraden Unterstützung von der Beleuchtungsgruppe des Technischen Hilfswerks aus Rendsburg. Da die Halle teilweise eingestürzt war, wurde das Dach mit Radlader und Bagger abgetragen. Die Rauchsäule des Brandes war über mehrere Kilometer zu sehen.

Wasserversorgung vor Ort war eine Herausforderung

Die Wasserversorgung war für die Wehren bei dem nächtlichen Einsatz eine Herausforderung. Mit Schläuchen musste die gut 600 Meter Lange Strecke zwischen Löschteich und brennender Lagerhalle überbrückt werden. Die enorme Wassermenge, die benötigt wurde, ließ den Wasserspiegel des Löschteiches schnell sinken. Die Pumpen der Feuerwehren holten minütlich 3000 Liter Wasser aus dem Löschteich. „Damit die Wasserzufuhr nicht abreist, wurde bis zum Morgen mit Güllewagen zusätzliches Wasser zum Löschteich gebracht“, sagte Feuerwehrsprecher Daniel Passig.

Weitere Landwirte und Lohnunternehmer unterstützten mit Güllewagen

Die Güllewagen (Volumen 11.000 Liter Wasser), die von anderen Landwirten und Lohnunternehmern für den Einsatz zur Verfügung gestellt wurden, waren am Mittwochmorgen weiter im Einsatz. Nachdem am Morgen die Vorderfront der Halle eingerissen wurde, um an Glutnester zu gelangen, verteilten Bagger und Trecker Metall sowie Heu und Stroh auf der angrenzenden Koppel. "So können wir alles gezielt ablöschen", sagte Norbert Stöfhas, Feuerwehrchef aus Westensee und zweiter Einsatzleiter vor Ort. Am Mittwochmorgen waren nach seinen Angaben noch etwa 25 Feuerwehrleute mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Feuer griff nicht auf benachbarten Kuhstall und andere Gebäude über

Ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Gebäude, unter anderem einen Kuhstall, hatten die Einsatzkräfte in der Nacht verhindert. "Die Windrichtung stand dafür günstig, sodass die Stallungen nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden", sagte Rainer Sell. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Der Bruxer Ortswehrführer lobte ausdrücklich die Dorfgemeinschaft während des nächtlichen Einsatzes. So versorgten Bruxer Bürger die Feuerwehrleute mit Getränken und geschmierten Brötchen. "Auch die Besitzerin des Felder Edeka-Marktes hat uns in der Nacht aufgeschlossen, sodass wir für Verpflegung sorgen konnten", sagte Sell. Das sei genauso wie die Zusammenarbeit der Wehren "top" gewesen.

Kripo Rendsburg ermmittelt, Brandursache noch unklar, 250.000 Euro Schaden

Am Mittwochmittag suchte die Feuerwehr mit Wärmebildkameras nach weiteren Glutnestern in der Stroh- und Heumasse. Der Einsatz werde sich wohl bis in die Abendstunden hinziehen, sagte Norbert Stöfhas. Die Flammen vernichteten auch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Lagerhalle, die der Landwirt vor zehn Jahren beim Bau des Gebäudes installiert hatte. Er rechne nicht damit, die Halle noch in diesem Jahr wieder aufbauen zu können, sagte er. Die Kriminalpolizei Rendsburg hatte bereits in der Nacht auf Mittwoch die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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