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Rendsburg Breitbandausbau auf der Zielgeraden
Lokales Rendsburg Breitbandausbau auf der Zielgeraden
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18:00 17.07.2019
Von Sven Janssen
TNG-Geschäftsführer Sven Willert (rechts) schaut Techniker Bastian Senke beim Verspleißen der Glasfasern zu. Quelle: Sven Janssen
Amt Achterwehr

„Hier Glasfaser anzuschließen macht Spaß“, sagt Techniker Oliver Frank, der zusammen mit Bastian Senke derzeit die Hausanschlüsse in Bredenbek herstellt. Die Menschen würden sich freuen und die Zwei sogar mit frischem Kaffee versorgen. Mit Druckluft werden die Glasfaserkabel von den Kabelverzweigern (KVZ) in die Leerrohre zu den Häusern eingeblasen. Dort werden dann die Netzabschlussgeräte installiert, und der Anschluss kann freigeschaltet werden.

Im Amt Achterwehr kommt die Glasfaser in den Häusern an

„Sechs Glasfaseradern kommen in jedes Haus“, erklärt Bastian Senke. „Für einen schnellen Internetanschluss braucht man nur eine, die anderen fünf sind Ersatz und Ausbaureserve für mögliche Nutzungen in der Zukunft“, sagt TNG-Geschäftsführer Sven Willert. Anders als beim Kupferkabel können Glasfasern nicht einfach durch Zusammenschrauben verbunden werden. „Damit das Licht ungestört durch die Leitung kommt, müssen sie mit einem speziellen Gerät präzise verspleißt werden“, erklärt Senke. Die hauchdünnen Glasfasern müssen dafür einzeln eingefädelt werden. Den Rest übernimmt das Spleißgerät: Motoren richten die feinen Glasfasern aus, bevor sie mit einem Lichtbogen verschweißt werden.
„Früher waren die Geräte noch viel größer, da mussten die Techniker mit einem Mikroskop gucken, dass die Enden exakt aufeinanderliegen, und alles von Hand einstellen“, erinnert sich Willert. Die heutige Technik erlaube einfacheres und vor allem auch schnelleres Arbeiten.

Bis Ende des Sommers sollen die Arbeiten abgeschlossen sein

Schnell soll es auch mit dem weiteren Ausbau vorangehen, in den TNG nach eigenen Angaben rund sechs Millionen Euro investiert. Bis zum Ende des Sommers hätten rund 3000 Haushalte die Möglichkeit, angeschlossen zu werden, so Willert. Von den verfügbaren Anschlüssen in Felde (995), Krummwisch (280), Bredenbek (580), Westensee (620) und Achterwehr (490) habe sich rund die Hälfte bereits jetzt für einen Glasfaseranschluss entschieden.
Während die Arbeiten in Felde und Krummwisch bis auf wenige Nachzügler bereits abgeschlossen seien und in Bredenbek die Glasfasermontage zur Hälfte fertig sei, müssten sich die anderen Gemeinden noch ein wenig gedulden, sagt Willert. „In Westensee ist der Tiefbau abgeschlossen, wir werden in den nächsten zwei Wochen mit der Glasfasermontage beginnen.“ In Achterwehr und Schönwohld starte in der nächsten Woche der Tiefbau.

Vandalismus sorgt für Verzögerungen

Ärgerlich sei, dass die Arbeiten wiederholt durch Vandalismus aufgehalten worden seien, sagt der TNG-Chef. In Westensee hatten Unbekannte die Leerrohre in Kabelverzweigern gekappt, sodass diese aufwendig repariert werden mussten.

Quarnbek könnte als nächstes ausgebaut werden

Auch auf die anderen Gemeinden im Amt hat das Kieler Unternehmen ein Auge geworfen. Quarnbek könnte demnächst auf der Ausbauliste stehen. Erste Gespräche mit dem Bürgermeister habe es bereits gegeben, so Willert.

Im Zuge des Breitbandausbaus Amt Achterwehr sollen fünf Gemeinden bis Ende des Sommers mit Glasfaser versorgt sein.

Es gab einen lauten Knall, dann war es geschehen: Der alte Schlauchturm, der seit der Einweihung des Gerätehauses im Jahr 2001 seinen Platz vor dem Gebäude hatte, musste abgerissen werden. Im Zuge der geplanten Anbauten wird die Auffahrt zum Gerätehaus der Feuerwehr Flintbek vergrößert.

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