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Rendsburg Solarpark wird verdoppelt
Lokales Rendsburg Solarpark wird verdoppelt
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10:11 17.01.2020
Von Frank Scheer
Der bestehende 10 Megawatt-Solarpark an der A7 bei Schönbek wird verdoppelt. Quelle: Frank Scheer
Schönbek

 Dem Solarenergieboom ist es zu verdanken, dass 2019 die Leistung bei erneuerbarer Energie trotz Windrad-Flaute in Schleswig-Holstein, wie berichtet, gesteigert werden konnte. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde lag die Steigerungsrate sogar bei satten 30 Prozent – was Autofahrer an den Autobahnen 7, 215 und 210 deutlich vor Augen geführt wird. Und dies wird sich mittelfristig deutlich verstärken. Die Enerparc AG, deren neuestes Projekt in Mühbrook kurz vor der Inbetriebnahme steht, plant 20 bis 30 neue Gebiete. Neben Schönbek sind Solarfelder in Dätgen und Bokel sowie Sören spruchreif. „Mit Blumenthal laufen momentan Gespräche. Der Aufstellungsbeschluss ist aber noch nicht gefasst“, teilte Gerriet Arndt, Geschäftsführer des Projektentwicklers Solarwind mit.

Solarpark zwischen A 7 und A 215

Tina Hartz von Planungsbüro Elbberg in Hamburg stellte in Schönbek Details zur Erweiterung vor. Bei den vorgesehenen Flächen handelt es sich überwiegend um Grünland. Der größte Abschnitt der Teilgebiete befindet sich zwischen der Autobahnbrücke Schönbek-Holz in Richtung Norden und wird von den Autobahnen A 215 (von Kiel kommend) und der A 7 eingerahmt.

Zwei bis drei Monate für Verkabelung

Auf die Frage, wann es denn losgehen soll, betonte sie: „Wenn sie Enerparc fragen, am liebsten morgen.“ Bis zum Sommer wird es aber noch dauern, bis der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan von der Gemeinde beschlossen werden kann. Drei Monate dauert das Bauantragsverfahren. „Die mehrwöchige Rohbauphase soll im vierten Quartal erfolgen, dann braucht man noch mindestens zwei bis drei Monate für die Verkabelung“, so Arndt.

Schönbek pocht auf bessere Logistik

Zum Baustart hoffen die Schönbeker auf eine bessere Logistik bei der Anlieferung der Module und Rahmen. Bei der Realisierung des ersten Solarparks 2017/18 fuhren 40-Tonner offenbar oft dort, wo es nicht erlaubt ist. Dies merkten einige der 20 Anwesenden in der Alten Schule bei der Bürgerbeteiligung an. Tina Hartz will den Kritikpunkt mit dem Betreiber besprechen. Denn: Die letzten Zufahrtsstraßen zu den neuen Solarflächen sind nur für Fahrzeuge bis zu 7,5 Tonnen zugelassen , unter anderem der Dätgener Weg. Beispielsweise sei auch der Spitzbubenredder überhaupt nicht für Schwerlastverkehr ausgebaut. Gerriet Arndt betonte dazu: „Es gibt immer vor dem Baubeginn ein Beweissicherungsfahren, durch das Schäden belegt werden können.“

Nach sechs bis sieben Jahren Gewinn

Nach Angaben von Enerparc profitiert eine Standortgemeinde durch Gewerbesteuer. Dazu müssen aber Gewinne anfallen, was nach sechs bis sieben Jahren der Fall ist. Summen nannte das Unternehmen nicht. Seit 2013 werden die Gewerbesteuern – was gesetzlich vorgeschrieben ist – gesplittet: 70 Prozent erhält die Standortkommune, 30 Prozent die Betreibergemeinde. Enerparc würde aber lieber eine Konzessionabgabe, wie bei der Stromlieferung begrüßen. Das sei früher bei allen Kraftwerken der Fall gewesen.

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