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Rendsburg Initiative bleibt bei ihrer Kritik
Lokales Rendsburg Initiative bleibt bei ihrer Kritik
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20:00 24.09.2019
Von Florian Sötje
Dieter Leptien (von links), Ismael de Sousa, Jens-Dieter Zühlsdorf, Agnes Taentzer und Michael Becker hoffen noch auf eine veränderte Planung der Grünfläche an der Ladenzeile. Quelle: Florian Sötje
Kronshagen

Vor knapp drei Monaten initiierte die Interessengemeinschaft Ortsmitte Kronshagen um Michael Becker, Dieter Leptien und Ages Taenzer ihre Unterschriftenaktion gegen zwei zentrale Punkte der aktuellen Südseiten-Planung: Die Initiatoren befürchten eine verminderte Aufenthaltsqualität auf der Grünfläche und den Verlust von Parkplätzen an der Ladenzeile. "Die Beibehaltung der Parkplätze und die gestärkte Aufenthaltsqualität auf der Grünfläche waren Vorgaben, die die Bürger 2015 bei ihrer Beteiligung erarbeitet haben", sagt Becker.

Initiative wird auf dem Wochenmarkt über ihre Anliegen informieren

Stand heute sieht Becker die damalige Bürgerbeteiligung als "leeres Versprechen". Die Politiker seien nicht bereit, Änderungen an der Planung vorzunehmen. Am Donnerstag wollen die Initiatoren an einem Stand auf dem Wochenmarkt nochmal über ihre Anliegen informieren. Einen offenen Brief wollen sie an die Gemeinde und die Geschäfte der Ladenzeile schicken. "Man muss sagen, dass unsere Arbeit bisher keine Früchte getragen hat", sagt Becker. Zu einem Gespräch zwischen Bürgervorsteher Bernd Carstensen (CDU), den Geschäftsleuten der Ladenzeile und den Kronshagener Fraktionsvorsitzenden sei man nicht eingeladen worden.

Bis auf die UKW unterstützen alle politischen Fraktionen die Südseiten-Planung

Jens-Dieter Zühlsdorf von der Bäckerei Steiskal und Ismael de Sousa vom Eiscafé berichten, dass bei diesem Treffen von Seiten der Gemeindevertreter keine Bereitschaft vorhanden gewesen sei, an den Planungen etwas zu ändern. Mit Ausnahme der Unabhängigen Kronshagener Wählergemeinschaft (UKW) hatten alle Fraktionen in der Vergangenheit die bestehenden Ortskern-Planungen unterstützt.

Kaufleute wollen im Gespräch bleiben und Hoffnung nicht aufgeben

Die Geschäftsleute befürchten durch den Wegfall von Außenplätzen finanzielle Einbußen. "Aber nicht nur aus Geschäftssicht wünschen wir uns das. Auch die Kunden wollen hier Außengastronomie", sagt de Sousa. "Solange wir die Möglichkeit sehen, dass sich an der Planung noch etwas ändert, sind wir natürlich offen für Gespräche, weil wir ein Interesse an diesem Standort haben", sagt Zühlsdorf.

Bürgermeister stellt klar: Änderung an der Planung wird es nicht geben

Den Austausch mit den Kaufleuten will Bürgermeister Ingo Sander weiter suchen. "Wir werden im Dialog bleiben, um Möglichkeiten der Außengastronomie zu besprechen", sagt Sander. Er stellt aber klar: "Eine Änderung der Planung wird es zwei Jahre nach der Beschlussfassung nicht geben. So wie die Außengastronomie jetzt organisiert ist, wollen wir es nicht haben."

Arbeiten am Vorplatz des Bahnhaltepunktes beginnen in den kommenden Wochen

In der neuen Grünfläche werde es insgesamt 32 Meter an Sitzbänken geben, auf denen sich die Kronshagener "gastronomieunabhängig" aufhalten könnten. "Die Aufwertung der Grünfläche wird mehr Menschen anlocken", ist sich Sander sicher. Die Veränderung auf der Südseite soll im Oktober oder November mit den Arbeiten am Vorplatz des Bahnhaltepunktes beginnen. Derzeit läuft die Ausschreibung. Der Wochenmarkt zieht daher am 17. Oktober erstmals auf den provisorischen Marktplatz auf der Nordseite. Ab diesem Zeitpunkt steht die Fläche vor dem Rathaus außerhalb der Marktzeit als Parkplatz bereit.

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