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19:22 08.11.2019
Von Florian Sötje
Stefan Brenner (von links), Dr. Ulrich Erdmann, Robin Müller und Prof. Oliver Auge erstellen mit ihrem Mitstreiter Knut Kollex die Chronik Kronshagen für das 750-jährige Jubiläum der Gemeinde im Jahr 2021. Quelle: Florian Sötje
Kronshagen

"Wir betreiben eine schöne Detektivarbeit und stehen dabei jeder vor ganz unterschiedlichen Anforderungen", sagt Professor Oliver Auge, Inhaber des Lehrstuhls für Regionalgeschichte an der Kieler Universität. Auge beleuchtet die Zeit des Mittelalters im neuen historischen Standardwerk.

Stefan Brenner geht den geschichtlichen Spuren der Frühen Neuzeit bis 1864 nach, während Robin Müller die folgende Kaiserzeit bis 1918 in Augenschein nimmt. Weimarer Republik und die Zeit des Nationalsozialismus gehören zum Themengebiet von Dr. Ulrich Erdmann. Für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute ist Knut Kollex verantwortlich.

Mitte 2020 ist ein Rundgang durch die Ortsgeschichte Kronshagen geplant

Der "Abend der Ortsgeschichte" soll am Montag ein kleines Halbzeitfazit darstellen. Denn Ende 2020 wollen die Historiker ihre Manuskripte abgeben, die dann im April 2021 als fertig gestellte Chronik an die Gemeinde Kronshagen übergeben werden sollen. Für Mitte 2020 ist eine weitere Veranstaltung geplant, mit einem Ortsrundgang zu den historischen Stätten des 20. Jahrhunderts.

Kronshagen: Quellenlage wird Stück für Stück besser

Eine Führung zu den Orten des Mittelalters könnte indes schon schwieriger werden. Zu rar gesät sind die Quellen aus dieser Zeit, oder schwer zu interpretieren. Je näher die Historiker der Gegenwart kommen, desto besser wird die Lage.

Für das 18. Jahrhundert hat Brenner eine "hohe Dichte an interessanten Quellen" vorliegen, die einen kleinen Einblick in das damalige Alltagsleben geben können. Wie für alle Autoren gilt auch für Brenner: Man muss Akzente setzen. "Wir müssen uns auf die wesentlichen Punkte konzentrieren und einen roten Faden entwickeln", sagt Prof. Auge.

Erkenntnisse gehen über das bisherige Standardwerk hinaus

Die Chronik Kronshagen wird etwa 250 bis 300 Seiten umfassen. Dass man auch bei der Zeit bis 1914 über die Erkenntnisse des bisherigen Standardwerks "Das alte Amt Kronshagen" von Prof. Arthur Gloy, das in jenem Jahr erschien, hinausgehe, sei "spürbar", sagt Auge.

So hat Robin Müller bei seinen Quellen "das Glück", dass die Arbeit der offiziellen Gremien ab 1864 im Gemeindearchiv Kronshagen überliefert ist. Er beleuchtet Themen wie den Schulbau, die Versorgung mit Elektrizität oder die Etablierung der Verwaltung in der Gemeinde, wälzt dabei aber neben dem Gemeindearchiv wie seine Mitstreiter auch Akten im Landesarchiv in Schleswig.

Ortsteile Kronshagen und Kopperpahl wachsen zusammen

"Mit Beginn des 20. Jahrhunderts wird die Quellenlage immer besser", sagt Müller. Der Fortschritt hält mit der Industrialisierung Einzug, viele Arbeiter von der Werft in Kiel siedeln sich an, vorwiegend in Kopperpahl. "Kronshagen war eher dörflich geprägt. Beide Ortsteile wuchsen dann durch den Ausbau der Kopperpahler Allee zusammen", sagt Müller.

Zeit des Nationalsozialismus in Kronshagen lässt sich nur schwer rekonstruieren

Im Vergleich zu seinem Kollegen kann Dr. Ulrich Erdmann im Gemeindearchiv Kronshagen nicht aus dem Vollen schöpfen. „Es gibt Indizien, dass Bestände nach der Kapitulation systematisch vernichtet wurden. Da ist Kronshagen natürlich keine Ausnahme“, sagt Prof. Auge zur Zeit des Nationalsozialismus. „Teile kann man rekonstruieren, es ist aber schwierig“, sagt Dr. Erdmann, der sich von weiteren Nachforschungen in Berliner Archiven Aufklärung verspricht.

"Abend der Ortsgeschichte" am Montag im Bürgerhaus Kronshagen 

Beim "Abend der Ortsgeschichte" am Montag, 11. November, im Bürgerhaus, Kopperpahler Allee 67, geben die fünf wissenschaftlichen Autoren einen Einblick in die Entstehung der Kronshagener Chronik und stellen erste Forschungsergebnisse vor. Der Eintritt ist frei.

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