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Rendsburg DRK zahlt Kronshagen 100.000 Euro zurück
Lokales Rendsburg DRK zahlt Kronshagen 100.000 Euro zurück
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15:53 24.01.2019
Von Florian Sötje
Das DRK hatte sein Seniorenzentrum im Kronshagener Amalienweg im vergangenen Jahr an einen französischen Investor verkauft. Quelle: Florian Sötje
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Kronshagen

Der Verkauf von drei Seniorenzentren des DRK an einen französischen Investor aus wirtschaftlichen Gründen hatte im vergangenen Jahr für Aufregung gesorgt. Betroffen waren die Standorte in Kronshagen, Altenholz und Schacht-Audorf. Die späte Information seitens des DRK-Kreisverbandes Rendsburg-Eckernförde über den Verkauf des Seniorenzentrums am Amalienweg kritisierten die Kronshagener Gemeindevertreter damals scharf. Sorgen über Lohndrückerei bei den Mitarbeitern sowie zukünftig kostspielige Pflegeplätze gingen um.

DRK zahlt 100.000 Euro Kredit-Rückerstattung an Gemeinde Kronshagen

Die Gemeinde Kronshagen hatte dann im Zuge des Verkaufs rechtliche Beratung in Anspruch genommen. Dabei ging es um Rückforderungen seitens der Gemeinde für gezahlte Zuschüsse und Kredite an den DRK-Kreisverband Rendsburg-Eckernförde. Dieser erhielt 1978 für den Bau des Seniorenzentrums einen Zuschuss von umgerechnet knapp 410.000 Euro. Für die Erweiterung 1991 flossen zusätzlich etwa 100.000 Euro. Zudem war eine Kredit-Rückerstattung von 100.000 Euro laut Bürgermeister Ingo Sander (CDU) die Grundlage für die Umschreibung des Grundbuchs auf den französischen Investor. Diesen Betrag hat der DRK-Kreisverband mittlerweile an die Gemeinde gezahlt.

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Neuer Betreiber ist Deutsche Seniorenwohnen mit Sitz in Berlin

Mit der Löschungsbewilligung habe man den Weg für das DRK und den Investor frei gemacht, sagte Bürgermeister Sander. "Der Kaufvertrag ist durchgeführt worden", bestätigte Markus Göldner, ehrenamtlicher Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Rendsburg-Eckernförde. Den Betrieb in den Seniorenzentren führt die Firma Deutsche Seniorenwohnen GmbH mit Sitz in Berlin.

Kronshagen lässt Recht auf weitere Rückzahlungen prüfen

Die Gemeinde Kronshagen lässt aktuell juristisch prüfen, ob ihr weitere finanzielle Rückerstattungen seitens des DRK zustehen. Immerhin spreche man über ein Gesamtvolumen von einer Million D-Mark aus der früheren Zeit, sagte Rathauschef Sander. "Wir lassen das gerade juristisch prüfen. Noch gibt es kein Votum. Aber wenn wir dahingehend beraten werden, dass uns weitere Zahlungen zustehen, werden wir das politisch besprechen", sagte Sander.

DRK-Kreisverband erwartet keine weiteren Forderungen

"Ich glaube nicht, dass aus der Historie und der Vertragsgrundlage weitere Rückforderungen bestehen", sagte Markus Göldner. Wenn diese durch die Gemeinde gestellt würden, würde man diese aber natürlich prüfen.

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Hans-Jürgen Jensen 24.01.2019
23.01.2019