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Rendsburg Damit alle an den Strand kommen
Lokales Rendsburg Damit alle an den Strand kommen
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00:00 19.02.2012
Von Jan Torben Budde
Zum Strand in Dänisch Nienhof führt eine steile Treppe, die vor allem Menschen mit Behinderungen und Senioren ein Dorn im Auge ist - nicht nur sie fordern einen barrierefreien Zugang. Quelle: bud
Schwedeneck

„Wie komme ich ans Wasser?“, „Sturz- und Verletzungsgefahr“ oder „Mit Rollator, Rollstuhl, Fahrrädern und Kinderwagen keine Chance an den Strand zu gelangen“ stand auf Zetteln notiert, die rund 30 Besucher am Sonnabend im Restaurant Strandhaus geschrieben hatten. Zu den Wünschen zählten außer einem Lift oder einem Fahrstuhl unter anderem ein Spielplatz, eine kleine Seebrücke, eine Wasserrutsche oder „ein toller Sandstrand“. Landschaftsarchitekt Johannes Kahl moderierte die Ideenwerkstatt in dem Gastronomiebetrieb direkt am Wasser. Dazu eingeladen hatten das Amt Dänischenhagen und die interkommunalen Arbeitsgemeinschaft Rahmenplan Kieler Förde, der die Landeshauptstadt und elf weitere Gemeinden angehören. Ihr Ziel ist die Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Wohnqualität an der Förde, wozu Ideen und Projekte entstehen sollen, die miteinander abgestimmt werden. Beispielsweise ein barrierefreier Strandzugang in Dänisch Nienhof.

„Das Thema brennt uns auf den Nägeln“, unterstrich Schwedenecks Bürgermeister Gustav-Otto Jonas (SPD) die Bedeutung des altbekannten Problems. Allein aus touristischer Sicht bestehe Interesse an einem „vernünftigen Seezugang“. Jonas: „Das Ganze läuft doch nur, wenn die Leute auch an den Strand gelangen.“ Als mögliche Varianten nannte der Bürgermeister einen Treppenlift oder einen Fahrstuhl. Beim Umbau des Strandhauses, ehemals Seeschlösschen, waren ein weiteres Stockwerk sowie ein Aufzug nicht genehmigt worden. Laut Jonas legt das Innenministerium in Kiel für die Küste als geschützten Bereich besondere Maßstäbe an.

Als katastrophal für ältere Menschen bezeichnete Helmut Sommer, Leiter des Seniorenzentrums Dänisch Nienhof, den Plattenweg zur Küste und die steile Treppe. Er könne bestimmt 100 Unterschriften von Heimbewohnern, deren Angehörigen und Mitarbeitern für einen barrierefreien Strandzugang zusammentragen. „Sie wollen alle gern ans Wasser“, betonte Sommer. Gleiches gilt für Bewohnerinnen des Mutter-Kind-Heimes, die dem Bürgermeister zufolge auch Interesse an einem neuen Strandzugang haben.

„Das ist ein alter Hut“, sagte Dieter Nägele. Über die steile Treppe werde seit Anfang der 80er Jahre diskutiert, so der Dänisch Nienhofer, wobei bisher nichts herausgekommen sei. Zunächst müsse geklärt werden, welche Lösungen Naturschutz und Behörden überhaupt zulassen.

„Das ist ein unzumutbarer Zustand, wir dürfen uns nicht alles gefallen lassen“, entgegnete Gustav-Otto Jonas. Er stehe mit der Unteren Naturschutzbehörde wegen des Themas in Kontakt. Sollte der barrierefreie Strandzugang in den Rahmenplan aufgenommen werden, erhofft sich der Bürgermeister eine größere „Durchschlagskraft“. Laut Dirk Osbahr vom Amt Dänischenhagen kann eine Aufnahme des Projekts in den Rahmenplan auch vorteilhaft bei der Vergabe von Fördermitteln sein. Strandhaus-Eigentümer Burkhard Wehrmeyer würde eine „einfache Lösung“ für Menschen mit Gehbehinderung begrüßen. Er habe der Gemeinde bereits eine Kostenbeteiligung signalisiert. Laut Jonas soll Landschaftsarchitekt Kahl nun einen Plan erarbeiten, zudem soll das Thema in der Kommunalpolitik weiter beraten werden.

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