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Rendsburg „Wir haben keinen Investitionstau“
Lokales Rendsburg „Wir haben keinen Investitionstau“
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18:06 28.09.2019
Von Beate König
Beim Tag der Offenen Tür erkläte Klärwerksleiter Helmut Rath (links) Besuchern wie Sven-Olaf Wüstenberg das Klärwerk anhand einer Schalttafel.. Quelle: Beate König
Flintbek

„Ich habe die Anlage vor 30 Jahren mit aufgebaut“, erzählte Klärwerkleiter Helmut Rath. „Für mich ist das ist meine Anlage.“ Für den 63-Jährigen ist ein Tag der Offenen Tür sinnvoll: „Der Bürger darf gern wissen, wo sein Geld bleibt.“

Der Betrieb des Klärwerks kostet die Gemeinde keinen Cent

Bürgervorsteherin Wiebke Stöllger informierte: „Der Betrieb des Klärwerks belastet den Haushalt der Gemeinde mit keinem Cent. Die Kosten werden über die Abwassergebührensatzung auf die Bürger umgelegt.“ Sollten Pläne zur Zusammenlegung der Klärwerkbetriebe von Bordesholm und Flintbek umgesetzt werden, entlaste das nicht den Gemeindehaushalt. „Das wirkt sich auf die Gebühren der Bürger aus, die würden dann sinken.“

Es gibt keinen Investitionsstau im Klärwerk

In eine neue Steuerung für das Prozessleitsystem, eine Verbesserung der Schwarz-Weiß-Trennung und in eine sanitäre Anlage für Frauen müsse investiert werden. „Einen Investitionsstau gibt es nicht,“ betonte Helmut Rath, der seine Aufgabe am 13. Dezember an seine Nachfolgerin Julia Hagenah (30) weitergibt.

Auf einem Hektar Fläche wurde vor 30 Jahren das neue Klärwerk gebaut, in dem die Abwässer der Ortsteile Groß Flintbek, Kleinflintbek, Voorde und aus den Nachbargemeinden Techelsdorf, Böhnhusen und Schönhorst gereinigt werden. Über eine 1,2 Kilometer lange Druckrohrleitung wird das Abwasser vom Sammelpunkt an der alten Anlage in Groß Flintbek über einen Höhenunterschied von 50 Meter bergauf gepumpt. 1000 bis 1200 Kubikmeter Abwasser klärt die auf 12000 Wohneinheiten ausgelegte Anlage täglich. Das Leitungsnetz für Regen- und für Schmutzwasser, das drei Klärwerkmitarbeiter betreuen, ist jeweils 35 Kilometer lang.

Erste Station des Schmutzwassers ist im Klärwerk der Sandfang, in dem Sand und biologische Stoffe getrennt werden. „Der getrocknete Sand kann im Straßenbau verwendet werden“, berichtete Helmut Rath. In zwei Belebungsbecken mit jeweils 1500 Kubikmeter Fassungsvermögen wird das Abwasser aufbereitet. In der so genannten Nitrifikation werden Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate aus dem Schmutzwasser entfernt, in der Denitrifikation Stickstoff abgebaut. „Das ist alles rein biologisch“, erklärt Helmut Rath. Bakterien übernehmen den Job. „Die Bakterien kommen in jedem Fluss und in jedem See vor.“

Gereinigtes Wasser fließt in die Eider

Im 1000 Kubikmeter fassenden Nachklärbecken trennen sich Wasser und Schlamm. Ein Teil des Schlamms wird zurück in die Belebungsbecken geleitet. Das gereinigte Wasser fließt in die Eider. Mit einer Presse wird dem Klärschlamm Wasser entzogen. Die Masse wird mit Brandkalk desinifiziert und kann weiter verwertet werden.

Phospatgehalt an der Mitmachstation getestet

Besucherin Johanna Carstensen bestimmte an einer Mitmachstation im Labor den Phospatwert einer Wasserprobe. Durch tröpfchenweisen Zusatz von Chemikalien, die mit dem Düngestoff eine Blaufärbung erzeugen, konnte die Konzentration nachgewiesen werden. „Der Anteil wird im Labor regelmäßig per Hand kontrolliert, dazu gibt es Sensoren in den Becken, die den Anteil messen,“ berichtete Anette Doorenz von der Firma Macherey-Nagel.

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