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Rendsburg Gartenmarkt in Kronshagen wird schließen
Lokales Rendsburg Gartenmarkt in Kronshagen wird schließen
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18:15 28.05.2019
Von Florian Sötje
Fridolin Klemm steht inmitten von Klemms Gartenmarkt in Kronshagen. Quelle: Florian Sötje
Kronshagen

Die Norddeutsche Grundstücksentwicklungsgesellschaft (NGEG) mit Sitz in Kiel ist seit 2018 im Besitz des Grundstücks. Niels Bunzen, Geschäftsführender Gesellschafter der NGEG, stellte im Kronshagener Hauptausschuss die Pläne des Unternehmens für das Areal vor. Hier soll ein Wohnpark für ältere Kronshagener entstehen. Die Politik zeigte sich aufgeschlossen gegenüber dem Konzept. Sobald hier Baurecht besteht, ist das Ende von Klemms Gartenmarkt in Kronshagen besiegelt.

Für den Gartenmarkt Klemm geht es an anderer Stelle nicht weiter

Für Fridolin Klemm und sein Team wird es an anderer Stelle nicht weitergehen. "Wir haben in der Vergangenheit sechs, sieben Märkte an anderen Standorten geplant", sagt Fridolin Klemm. Kronshagen, Kiel, Eckernförde, Ottendorf - unterschiedliche Orte waren im Spiel, geworden ist es keiner. "Es hat sich herausgestellt, dass ein Umzug zu teuer wäre", sagt Klemm. Man hätte eine neue Halle gebraucht, Sozialräume, Infrastruktur und die Nähe zu den Kunden.

Klemm ist Pächter und nicht Besitzer des Grundstücks

Fridolin Klemm ist hier Pächter, das Grundstück war im Besitz einer Erbengemeinschaft. Die Pläne zur Bebauung sind nicht die ersten. Zuletzt war seitens eines Investors der Bau von Wohnungen und eines Nahversorgers geplant. Das war später dann aber politisch nicht gewollt. "Es ging in den letzten vier, fünf Jahren hin und her. Wir wussten nicht so recht, was mit uns passiert", sagt Klemm. Das Ende für den Gartenmarkt war wiederholt in Sicht, dann ging es doch weiter.

Es war eine "demoralisierende" Zeit, sagt Klemm. Immer wieder wurden vermeintlich neue Informationen über die Zukunft des Grundstücks an ihn herangetragen. "Wir wussten nicht, ob wir noch Sachen bestellen sollen, oder ob in einem halben Jahr Schluss ist." Jetzt wisse man, was passiert. "Das ist eine Situation mit der wir arbeiten und uns neu orientieren können", sagt Klemm und meint damit sich selbst, drei Kollegen und die Saisonkräfte.

Anteilnahme der Kunden begeisterte das ganze Team

Einen genauen Zeitplan gibt es indes noch nicht. "Wir machen so lange es geht weiter. Wir haben ein super Team und weiterhin Spaß", sagt Klemm, der sich von der Reaktion der Kunden in den letzten zwei Wochen begeistert zeigt. "Es gab so viel Anteilnahme und Rückmeldungen, das ist toll", sagt Klemm.

Er schätzt, dass ihn im Geschäft nach der Veröffentlichung der Bebauungspläne am Tag 100 Leute auf die Zukunft des Markts angesprochen haben. Um Anteilnahme und täglichen Betrieb unter einen Hut zu bekommen, druckte das Team Info-Zettel zur aktuellen Lage und platzierte sie neben der Kasse oder verwies auf den Download auf der Internetseite. "Man hat gemerkt, dass wir den Leuten etwas bedeuten", sagt Klemm.

2010 hatte Fridolin Klemm das Geschäft von seinem Vater übernommen

Der 42-Jährige und seine Kollegen haben sich mit dem bevorstehenden Ende arrangiert. Sie rechnen damit, noch etwa bis Ende 2020 geöffnet zu haben. "Dann kommt etwas Neues", sagt Klemm. Für ihn persönlich wird es in eine ganz andere Richtung gehen. Im Januar 2010 hatte er den Gartenmarkt von seinem Vater übernommen, zuvor eine Ausbildung absolviert, Biologie und später noch BWL studiert. Jahrelang war hier sein Lebensmittelpunkt. Dass damit bald Schluss ist, ist für Fridolin Klemm mittlerweile aber in Ordnung.

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