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Rendsburg HGV sagt traditionelles Maifest ab
Lokales Rendsburg HGV sagt traditionelles Maifest ab
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19:34 10.01.2019
Von Frank Scheer
Beim Maifest des Handwerks- und Gewerbevereins gab es auf dem Rathausplatz in Bordesholm immer Vorführungen, hier der Nachwuchs der Bors'holmer Danzlüüd. Quelle: Torsten Müller (Archiv)
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Bordesholm

 200 bis 300 Gäste besuchten in der Vergangenheit jährlich das Fest. „Die Beteiligung der Handwerker am Maifest ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen“, begründete der HGV-Chef Baasch die Absage. Zudem hat der HGV-Vorstand entschieden, wegen des großen organisatorischen Aufwands auch den verkaufsoffenen Sonntag im April zu streichen – der Aktionstag im November soll aber beibehalten werden.

Reden, Tanz und Musik gab es beim Maifest

Beim Maifest gab es traditionell Reden vom Vorsitzenden des Vereins, des Bürgermeisters der Gemeinde Bordesholm und von einem Vertreter der Kirchen. Auftritte von Vereinen, wie beispielsweise der Bors’holmer Danzlüüd gaben dem Fest neben Speisen und Getränken einen Rahmen. Das Amt Bordesholm beteiligte sich immer mit der Eröffnung einer neuen Kunstausstellung im Foyer an dem Fest.

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Debatte über neue Formate

„Die Absage des Maifestes könne man jetzt zum Nachdenken nutzen, auch über neue Veranstaltungsformen“, betonte HGV-Vorstandsmitglied Jörn Arp. Aus seiner Sicht habe das Fest von allen Seiten kaum mehr die Wertschätzung bekommen, die es eigentlich verdient hätte. Bordesholms Bürgermeister Ronald Büssow (SPD) sieht die Absage als falsches Signal. Amtsdirektor Heinrich Lembrecht würde „es schade finden, wenn mit der Traditon gebrochen wird“. Büssow hat für den 31. Januar zusammen mit der HGV-Chef zu einer Debatte ins Rathaus eingeladen. Da soll auch über neue Formate gesprochen werden.

Kritik am Vorstandsbeschluss

In den Reihen des HGV gibt es aber auch Kritiker, die mit dem Vorstandsbeschluss nicht einverstanden sind. Dazu zählen auch zahlreiche Einzelhändler. HGV-Ehrenmitglied Eberhard Kramer, der das Maifest Anfang der 80er-Jahres zusammen mit Jürgen Arp mit initiiert hatte, betonte: „Die Absage finde ich schlimm. Es zeigt aber auch, dass viele im HGV organisierte Firmen keine Lust haben, sich zu engagieren. Der Zusammenhalt scheint auch nicht mehr so wie früher zu sein.“ Das Maifest gehöre zu Bordesholm und sei so etwas wie ein „Kulturgut“.

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