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Rendsburg Alter Schlauchturm muss Auffahrt weichen
Lokales Rendsburg Alter Schlauchturm muss Auffahrt weichen
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16:00 17.07.2019
Von Sorka Eixmann
Der alte Schlauchturm musste weg, weil dort die neue Auffahrt für die Feuerwehr Flintbek entstehen soll. Quelle: Sorka Eixmann
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Flintbek

Viele Jahre stand er still vor dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Großflintbek, sein Abschied war jedoch ungleich lauter: Mit einem großen Knall verabschiedete sich am Dienstagmorgen der Schlauchturm, als er auf die Seite fiel. Im Zuge des geplanten Anbaus an das Feuerwehrgerätehaus musste der Turm weichen, denn dort wird die neue Auffahrt entstehen.

Ein letztes Mal ertönte auch die Feuerwehrsirene – irgendwie war es für den Anlass gerechtfertigt. Ganz kurz nur, dann war es auch schon passiert: Fachgerecht wurde der alte Schlauchturm auf die Seite gelegt, um dann von den Mitarbeitern des Flintbeker Bauhofs mit Unterstützung einiger Feuerwehrleute in transportgerechte Teile „verarbeitet“ zu werden. Meik Perkuhn rückte mit dem Bagger an, Ingo Lorenzen und Lars Lehmann unterstützten ihn beim Aufladen der einzelnen Holzteile auf einen bereit gestellten Anhänger.

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Zuvor hatte der Turm in der Dorfstraße gestanden

Flintbeks Ortswehrführer Dirk Hagenah erinnert sich noch gut daran, als der Alte Schlauchturm umgesetzt wurde. „Mit einem großen Kran: Der Turm wurde mit einem Haken an dem Kran befestigt und damit ging es durch das Dorf“, sagt Hagenah. „Das war Anfang 2001 zur Einweihung des Gerätehauses. Zuvor hatte der Turm in der Dorfstraße gestanden“, weiß Hagenah.

Es sei ein schönes, wenn auch altes Symbol gewesen. „Früher wurden in diesen Schlauchtürmen die Schläuche nach einem Einsatz zum Trocknen aufgehängt. Das gibt es allerdings schon lange nicht mehr“, erläutert Hagenah. Ein Schlauchturm  war immer ein markantes Zeichen einer Feuerwache oder eines Feuerwehrhauses. Als die Schläuche noch aus Hanf hergestellt wurden, war das Trocknen besonders wichtig, seit vielen Jahren werden nur noch Schläuche aus Kunstfasern hergestellt und da ist dieses Vorgehen nicht mehr zwingend notwendig.

Inzwischen sind die Schläuche aus einem Gummimaterial

"Inzwischen sind die Schläuche aus einem Gummimaterial, und sie werden auch nicht mehr bei den Wehren getrocknet. Nach einem Einsatz kommen die Schläuche nach Rendsburg und werden da abgegeben. Im Tausch nehmen wir neue mit, und die anderen werden dort gesäubert“, erläutert Hagenah das Prozedere.

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Hans-Jürgen Jensen 18.07.2019
KN-online (Kieler Nachrichten) 17.07.2019
Hans-Jürgen Jensen 17.07.2019