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15:18 07.10.2019
Von Florian Sötje
Renate Riedel ist die ehrenamtliche Beraterin des Sozialverbandes in Kronshagen. Quelle: Florian Sötje
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Kronshagen

Seit mehr als zehn Jahren berät Riedel für den Sozialverband Menschen in Kronshagen. Seit es das zentrale Beratungsbüro im Bürgerhaus gibt, ist sie jeden ersten und dritten Montag im Monat von 16 bis 17 Uhr für ihre Besucher als Ansprechpartnerin vor Ort.

Im komplexen System des Sozialrechts kennt sie sich aus. Riedel war 23 Jahre lang Referentin bei der Bürgerbeauftragten für soziale Angelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein, zunächst bei Birgit Wille, seit 2014 bei Samiah El Samadoni.

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Beratung auch ohne Mitgliedschaft möglich

Der Ortsverband Kronshagen hat derzeit 370 Mitglieder, doch auch wer keine Mitgliedschaft vorweisen kann, wird beraten. Wer eine rechtliche Vertretung in Antrags-, Widerspruchs- oder Klageverfahren in Anspruch nehmen will, muss aber Mitglied sein. Der Anteil von Mitgliedern und Nichtmitgliedern sei bei der Beratung gleichmäßig verteilt. „Wir lassen niemanden hängen“, sagt Riedel.

Bei Feststellung der Schwerbehinderung lohnt sich ein Widerspruch

Am häufigsten kämen Fragen zum Schwerbehindertenrecht und der Pflegeversicherung. Speziell die Feststellung einer Schwerbehinderung sei ein „Massenverfahren“, bei dem die behördliche Anerkennung zunächst häufig nicht klappe, sagt die Beraterin. Hier lohne sich oftmals ein Besuch in der Sprechstunde, um die eigenen Ansprüche aus dem Sozialrecht gegenüber den Behörden durchzusetzen. Ob ihre Hilfe von Erfolg gekrönt war, erfährt Riedel in der Regel nicht. „Rückmeldung bekommt man im Grunde keine. Damit muss ich leben“, sagt sie.

Die Beraterin sieht das Angebot selbst als vorgeschaltete Maßnahme, als „erste Orientierung“ und sich selbst als „erste Ansprechpartnerin“. „Ich gebe allgemeine Ratschläge, erkläre vielen Menschen die Rahmenbedingungen des Sozialrechts“, sagt Riedel.

Ergänzung mit anderen Angeboten im Beratungsbüro

Sobald es um zivilrechtliche Dinge geht, zum Beispiel eine Patientenverfügung, das Miet- oder Erbrecht, darf sie nicht beraten. Dann gibt Riedel den Besuchern Informationsmaterial mit, verweist an den Kreisverband oder andere Angebote im Kronshagener Beratungsbüro wie den Betreuungsverein oder den Pflegestützpunkt, die ebenfalls regelmäßige Sprechstunden anbieten. „Da helfen und ergänzen wir uns gegenseitig“, sagt Riedel. Dies sei nur durch die Einrichtung des zentralen Beratungsbüros im Bürgerhaus vor zwei Jahren möglich geworden. „Eine wirklich gute Sache“, findet Riedel.

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