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Rendsburg Mühbrook muss erneut abstimmen
Lokales Rendsburg Mühbrook muss erneut abstimmen
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13:59 21.02.2017
Von Frank Scheer
In Neumünster-Einfeld steht eine Gedenktafel für einen der Häftlinge. Quelle: Frank Scheer
Mühbrook

„Die Abstimmung hätte offen per Handzeichen erfolgen müssen. Die Gemeindeordnung sieht geheime Abstimmungen nur bei Personal- oder Steuersachen vor“, teilte Amtsdirektor Heinrich Lembrecht mit. Mühbrooks Bürgermeister Wulf Klüver muss den Beschluss widerrufen. Voraussichtlich am 22. März soll erneut abgestimmt werden. Günter Neugebauer, Sprecher der landesweit arbeitenden Arbeitsgruppe des bundesweit agierenden Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“, hatte die Rechtswidrigkeit moniert und die ablehnende Haltung als „empörend“ kritisiert. Die Kritik hält Klüver allerdings für deutlich überzogen. „Es gibt Befindlichkeiten im Dorf, aber wir lassen uns nicht in eine rechte Ecke drängen.“

 Zum Hintergrund: Im März 1945 mussten aus einem abbruchreifen Zuchthaus in Hamburg-Fuhlsbüttel, dass unter den Nationalsozialisten als Konzentrationslager und geheimes Gefängnis genutzt wurde, 750 Häftlinge zu Fuß nach Kiel laufen. Auf diesem Evakuierungsmarsch wurden mehrere Häftlinge, darunter zwei nach einer Übernachtung in einer Scheune in Mühbrook, erschossen.

 Aus Sicht von Bürgermeister Klüver reicht es für einen Ort wie Mühbrook aus, wenn Informationen über diesen Fall auf der Homepage zu finden sind. Bereits 2004 war ein Vorstoß des Hobbyhistorikers Uwe Fentsahm aus Brügge, der den Evakuierungsmarsch untersucht hat und seine Recherchen im Netz veröffentlicht hat, abgelehnt worden.

 In anderen auch von Todesopfern betroffenen Orten entlang des Marsches – Kisdorferfeld, Kaltenkirchen, Bad Bramstedt und Wittorfer Feld in Neumünster – sollen nach Angaben des Geschichtsvereins für das ehemalige Amt Bordesholm, der den Antrag auf die Gedenktafel für den Heimatbund gestellt hatte, solche Mahnmale bald installiert werden. In der Kieler Straße/Industriestraße in Neumünster-Einfeld steht bereits eine.

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