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Rendsburg Gemeinde votiert für Kiesabbau
Lokales Rendsburg Gemeinde votiert für Kiesabbau
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16:44 26.02.2019
Von Sven Tietgen
Aus Sicht der Gemeinde Schmalstede soll das Unternehmen Glindemann die Kiesvorkommen östlich der L 318 ausbeuten dürfen. Quelle: Sven Tietgen
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Schmalstede

 In ihrer Stellungnahme zum Landschaftsrahmenplan (LRP) votierten die Gemeindevertreter einstimmig für die Ausbeutung der rund 25 Hektar umfassenden Vorkommen – und folgten damit der Nachbargemeinde Grevenkrug, die vor zwei Wochen in ihrer LRP-Stellungnahme den Rohstoffabbau ebenfalls befürwortet hatte.

Das betroffene Gebiet verteilt sich flächenmäßig auf beide Dörfer. Wie Grevenkrug ist auch Schmalstede eine vom Kiesabbau geprägte Gemeinde. Das Dorf plädiert mit seiner Zustimmung zu den Plänen von Glindemann, die seit über 50 Jahren im Ort ansässig sind, auch für die Herausnahme der Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet Obere Eider. Der Höhenzug „Schmalsteder Rücken“ sei nicht von der Auskiesung betroffen, der Abbau werde landschaftsverträglich erfolgen, argumentieren die Gemeindevertreter um Bürgermeister Stephan Repenning. Zudem werde das Areal später wieder als Biotop renaturiert.

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Auf Einnahme der Gewerbesteuern von Kiesbetrieben angewiesen

„Wir brauchen den Kies für viele Bauvorhaben in der Region, es ist viel besser, ihn vor Ort mit kurzen Transportwegen abzubauen, als ihn mit Schiffen teuer aus Skandinavien zu importieren“, erklärte Repenning. Das Dorf ist auch auf die Einnahme der Gewerbesteuern von Kiesbetrieben angewiesen, um unter anderem die hohen Schulumlagekosten stemmen zu können. Und: Für das Interkommunale Gewerbegebiet Bordesholm/Brügge wurde auch ein Flächenteil aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen. „Das haben wir nicht kommentiert, anders als die Bordesholmer, die sich in ihrer Stellungnahme gegen den Kiesabbau bei uns ausgesprochen haben“, sagte der Bürgermeister. Auch die Ortsgruppe Bordesholm im Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) lehnt die Pläne von Glindemann, wie berichtet, kategorisch ab.

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