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Rendsburg Die Brücke zur Ewigkeit leuchtete golden
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12:22 25.11.2019
Von Beate König
Die Kantorei der St. Martin Kirche traf den optimistisch-versöhnlichen Ton im Requiem von Gabriel Fauré. Quelle: Beate König
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Nortorf

Schon im ersten Satz von Gabriel FaurésRequiem“, dem „Introit et Kyrie“, ließ die gut 60-köpfige Kantorei der St. Martinkirche das „Dona eis domine“ optimistisch aufblitzen. Damit traf das bestens einstudierte Ensemble exakt den Grundton der Komposition, die in der Fassung von 1893 für Kammerorchester erklang. Kantor Ulrich Hein hatte mit umsichtigem Dirigat im Werk das versöhnliche, friedvolle Element herausgearbeitet.

Bitte um Rettung war innig

Festlich markant setzten die Herren das „Hosanna“ als Lobgesang stimmkräftig an. Lang gezogen war die Hinführung zum dramatisch volumenreichen „Dies irae“: Die Kantorei interpretierte die Bitte um Rettung, das „Libera me“, sehr innig, dabei rhythmisch akurat und textklar. Selbst in den gefährlichen Höhen des „In paradisi“ erklang der Sopran duftig leicht – im „Sanctus“ zuvor waren die Höhen leicht eingedunkelt. Sanft fließend, wie ein in Frieden gemachter letzter Atemzug, strömten die Harmonien wie ein elysisches Erlösungs-Versprechen.

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Sopranistin Lisa Schmalz sang mit betörender Strahlkraft

Glanzlicht mit atemberaubenden Wow-Effekt war im Requiem das „Pie Jesu“, in dem Sopranistin Lisa Schmalz mit betörender Strahlkraft in der Stimme eine golden leuchtende Brücke in die Ewigkeit baute. Mit ihrem anrührend reinen „Herr, gib ihnen Ruhe“ wurde sie zu einer Verkünderin des Friedens. Die Bitte im „Oh domine“ gestaltete Bass Konstantin Heintel mit hingebungsvoll feinfühliger Delikatesse. Im „Libera me“ bewies Heintel mit der kantig ausformulierten Forderung nach Rettung Wandlungsfähigkeit.

Pavane mit Text von Lorenz Jensen

Die dem Requiem vorangestellte „Pavane“, op. 50, erklang in einer ungewöhnlichen Chorfassung, deren deutschen Text Lorenz Jensen, Leiter des Posaunenchors an St. Martin, eingerichtet hatte. Mit sattem sinfonischen Volumen und transparent impressionistisch schimmernden Klangflächen hatte das Orchester von St. Martin mit vier Sätzen aus der Orchestersuite „Peléas et Mélisande“ auf Faurés Klangwelt eingestimmt.

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