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Rendsburg LBV-Pläne sorgen für Unmut bei Bürgern
Lokales Rendsburg LBV-Pläne sorgen für Unmut bei Bürgern
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14:01 10.05.2018
Von Beate König
Michael Schwarze vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, zeigt, dass bei der Sanierung der Landesstraße 49 an der Einmündung der Kieler Straße in den Lohkamp die zwei Abbiegespuren breiter gemacht werden sollen. Quelle: Beate König
Nortorf

Die Einmündung der Kieler Straße in den Lohkamp wird nur saniert, Kreisel oder weitere Ampeln sind nicht geplant

„Wir sanieren die Straßendecke, Verkehrsregelung ist nicht unser Thema. Für eine Veränderung der Verkehrssituation ist die Verkehrsbehörde zuständig“, erklärte Michael Schwarze vom LBV. Die Stadt Nortorf habe den LBV wegen des Kreisels angeschrieben. Weder Verkehrsbehörde noch Polizei sehen Bedarf, die Einmündung zu verändern.

Unverständnis bei den Bürgern

Die Bürger waren sauer. „Manchmal steht man da fünf Minuten, bis man endlich einbiegen kann“, erklärte ein Bürger. Anwohner machten sich für einen Zebrastreifen an der Rinkeniser Straße, eine generelle Verbeiterung der Landesstraße, damit landwirtschaftliche Maschinen und Gegenverkehr Platz haben und für einen beidseitigen Radweg stark. Ein Bürger erinnerte angesichts der Millionen, die verbaut werden, an die Pläne für eine Umgehungsstraße für Borgdorf-Seedorf und Nortorf. „Eine Ortsumgehung wäre billiger, auch, wenn zwei Brücken gebaut werden müssten. Das haben wir schon vor 20 Jahren gesagt. Warum wurde nicht mit einer Planung begonnen? Wir wurden damals belogen.“

Ziel: Fertigstellung Ende 2018

Die 2,9 Kilometer lange Sanierungsstrecke ist in zehn Bauabschnitte unterteilt, die jeweils in drei bis vier Wochen fertiggestellt sein sollen. Die T-Kreuzung der Kieler Straße in den Lohkamp braucht mehr Zeit. Die Straße soll begradigt werden, fünf Bäume ersetzt, Grünfläche und Parkplatz neu gestaltet werden. Bis in 65 Zentimeter Tiefe wird gebuddelt. Die Stadtwerke legen dort bis zur Stadtgrenze neue Abwasserleitungen, Leerrohre für Glasfaser und neue Gasrohre, berichtete Winfried Bentke von den Stadtwerken Nortorf. Ab Juli bis Mitte Oktober soll von der Kreuzung L 48 in Richtung Osten bis zur Kreuzung Springwedel gebaut werden, kündigte Kai-Uwe Möhler vom Planungsbüro IPP an. Im Anschluss werde Richtung Westen gebaut. Sportliches Ziel: Fertigstellung Ende 2018.

Großräumige Umleitungsstrecken

Ungläubiges Gelächter lösten im Saal die großräumigen Umleitungsstrecken aus. „Wir dürfen Umleitungen nur über Kreis-, Landes- und Bundesstraßen legen“, erklärte Schwarze. Eine der Routen verläuft über Emkendorf und Bokel.

Bernd Irps, Bürgermeister von Eisendorf, hakte nach: Es sei klar, dass eine Schleichroute durchs Dorf laufen werde. Die Frage, ob der LBV für Straßenschäden durch Schwerlastverkehr aufkomme, verneinte Schwarze. „Es obliegt jeder Gemeinde, Umleitungsschilder aufzustellen.“ „Aufgestellte Schilder werden häufig an den Rand geräumt“, berichtete Irps. Marcus Dröge vom Amt Nortorfer Land riet, die Dorfstraßen zusätzlich mit Sandsäcken vor unerwünschten Durchfahrten zu sichern.

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