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Rendsburg DLRG Felde plagen Nachwuchssorgen
Lokales Rendsburg DLRG Felde plagen Nachwuchssorgen
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11:00 12.08.2019
Von Florian Sötje
Laurids (17), Nicas (17) und Jannik (19) halten die Fahne der DLRG in Felde hoch und beaufsichtigen die Badestelle Wulfsfelde. Quelle: Florian Sötje
Felde

Wie so viele andere Vereine und Sparten plagen die Felder Nachwuchssorgen. Dabei ist die Aufsicht an Badestellen von zentraler Bedeutung: Laut DLRG-Statistik gab es in Deutschland in diesem Jahr (Stand 20. Juli) bislang mindestens 250 Badetote. 231 davon, mehr als 90 Prozent, verunglückten an unbeaufsichtigten Badestellen in Seen, Teichen oder Flüssen.

Zwar blieb es auf dem Westensee mit Ausnahme eines Zwischenfalls mit einer Kanufahrerin im vergangenen Sommer in der jüngeren Vergangenheit ruhig, doch das ist keine Garantie für die Zukunft. Am Westensee gibt es drei offizielle Badestellen.

Früher war der Wachturm in den Sommerferien ständig besetzt

Nur die Badestelle Wulfsfelde wird beaufsichtigt – und das nur unregelmäßig. Denn wenn für die drei Felder Rettungsschwimmer heute die Schule wieder beginnt, bleibt der DLRG-Turm verwaist. Nicas, der schon als Zwölfjähriger das rote T-Shirt der Rettungsschwimmer überstreifte, kann sich an Zeiten erinnern, als der Wachturm in den Sommerferien durchgängig belegt war. „Jetzt sind wir zu wenige. Wir haben uns das nun selbst so eingeteilt, dass es einigermaßen passt“, sagt er.

Innerhalb von fünf Jahren brach die Zahl der Aktiven "dramatisch" ein

Von knapp 20 Aktiven vor etwa fünf Jahren auf nun drei: „Die Zahl ist schon dramatisch eingebrochen“, sagt Niels Clausen, Vorsitzender der DLRG Felde. Das habe natürlich mit der Jugendarbeit zu tun. Und diese ist schwierig zu führen, wenn kein Schwimmbad in der Nähe ist oder Ausbildungszeiten und Personal zur Verfügung steht.

Im Frühjahr sah es so aus, als sei keine Badeaufsicht möglich

„Im Frühjahr haben wir der Gemeinde mitgeteilt, dass keine Bewachung der Badestelle möglich ist“, erzählt Clausen. „Doch dann war Jannik unser Rettungsanker.“ Der 19-Jährige ist der einzige Volljährige unter den drei Wachgängern. „Ich bin im Sommer eh jeden Tag hier gewesen“, sagt er. Mit ihrem Nachwuchsproblem stehen die Felder nicht alleine dar.

Nachwuchsprobleme haben direkten Einfluss auf den Badebetrieb

Die Badeinsel im Bordesholmer See musste kürzlich aus dem Wasser geholt werden – auch dort fehlen Rettungsschwimmer. „Wenn eine Gemeinde eine Badeinsel hat, muss die überwacht werden. In Mühbrook gibt es keine Rettungsschwimmer, in Bordesholm konnten wir in diesem Jahr nicht für alle Tage eine Aufsicht gewinnen“, hatte Sven Ingwersen, Leiter des Ordnungsamtes im Amt Bordesholm, erklärt. Auch in Wulfsfelde musste die Badeinsel aus dem Westensee verschwinden.

Viele DLRG-Freiwillige zieht es im Sommer an Nord- und Ostsee

Verstärkung von außerhalb ist schwer zu bekommen. Viele DLRG-Aktive aus ganz Deutschland strömen im Sommer an Nord- und Ostsee. Trotz Strömung und Wellengangs sind die Meere wesentlich sicherer als die vielen unbeaufsichtigten Badestellen – das zeigt die Statistik.

Laurids könnte den Wachtrupp im nächsten Jahr anführen

Klar sei es ganz cool, zum Beispiel in Eckernförde mit den Rettungsbooten herumzufahren, sagt Laurids (17). Doch er will hier in Felde als Rettungsschwimmer weitermachen. Im nächsten Sommer ist er volljährig, könnte den Wachtrupp anführen.

Nicas beginnt seine Ausbildung und muss abwarten, ob er auch im sechsten Jahr in Folge über die Badestelle wachen kann. Bei Jannik sieht es ähnlich aus. Aber vielleicht gelingt es auch 2020, die DLRG-Fahne hochzuhalten.

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