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Rendsburg Die „Planet“ forscht wieder auf See
Lokales Rendsburg Die „Planet“ forscht wieder auf See
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17:40 11.06.2009
Eckernförde

Probleme mit den Arbeitszeitrichtlinien hatten dazu geführt, dass das der Wehrtechnischen Dienststelle WTD 71 zugeordnete Forschungsschiff den Hafen kaum mehr verlassen konnte. Inzwischen, so WTD-Direktor Wolfgang Schlichting, sei es gelungen, den Betrieb durch flexible Zeiten wieder zu ermöglichen. Wenngleich noch keine optimale Lösung erreicht sei. „Die Bezahlungsregelung ist noch nicht wettbewerbsfähig“, bedauert Schlichting. Wünschenswert wäre zudem eine Pauschalisierung. Andererseits biete die WTD einen sicheren Arbeitsplatz.

Die „Planet“ ist bei den Nordseewerken in Emden inzwischen mit neuen Propellern ausgerüstet worden, die akustisch vermessen sind und die Eigengeräusche minimieren. Diese Umrüstung ist für die sensible Sensorik des Forschungsschiffes von Bedeutung. Kapitän Michael Bierwirth freut sich schon auf die erste längere Seefahrt seit Monaten. „Das ist das, was wir wollen. Dafür bin Kapitän geworden.“ Die Forschungscrew muss jetzt versuchen, einen durch die lange Liegezeit aufgelaufen Auftragsstau abzuarbeiten.

Während eines Informationsbesuchs bei der WTD besichtigten der Bundestagsabgeordnete Otto Bernhardt und der Landtagsabgeordnete Johann Wadephul von der CDU nicht nur die „Planet“, sondern ließen sich auch die Aufgaben und Probleme der Dienststelle erläutern. So sind von den derzeit 893 Diensposten 191 nicht besetzt. Es fehlt teils an seemännischem Personal, vor allem aber an Technikern und Ingenieuren.

„Das Problem ist inzwischen erkannt“, sagte Schlichting. Er begrüßt die Einführung zweier neuer Studiengänge zum Wehrtechnischen Ingenieur in den Fachrichtungen Maschinenbau und Elektronik. Darüber hinaus bietet die WTD Kooperationen bei Master- und Bachelor-Arbeiten sowie Forschungsarbeiten an, um bei jungen Wissenschaftlern Interesse für die Aufgaben der Wehrtechnik zu wecken.

Selbst ist die Dienststelle darüber hinaus einer der größten Ausbilder im nördlichen Schleswig-Holstein. Die 66 Ausbildungsplätze für Elektroniker, Technische Zeichner und Schiffsmechaniker sind begehrt. Durch die intensive Betreuung der Azubis (bis auf Praktika sind sie in keine Fertigung eingebunden), schneiden sie häufig mit Bestnoten ab. Gestern wurden vier Absolventen trotz vorgezogener Prüfung mit guten bis sehr guten Zeugnissen verabschiedet.

„Ein außergewöhnliches Ergebnis und Novum“, freute sich Ausbildungsleiter Thomas Burkhard. Die WTD bildet weit über den Eigenbedarf aus. „In einer strukturschwachen Region sehen wirals eines der größten Unternehmen das als eine gewisse Verpflichtung an“, betonte Schlichting.

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